Erzeugerpreise steigen in Rekordtempo
Angesichts der weiter explodierenden Energiepreise dürfte der Inflationsdruck in Deutschland auch in den kommenden Monaten hoch bleiben, wie die am Freitag veröffentlichten Erzeugerpreise zeigen.
Angesichts der weiter explodierenden Energiepreise dürfte der Inflationsdruck in Deutschland auch in den kommenden Monaten hoch bleiben, wie die am Freitag veröffentlichten Erzeugerpreise zeigen.
In der letzten Woche war gemeldet worden, dass die US-Verbraucherpreise auf Monatssicht im Juli unverändert waren. Vertreter der Federal Reserve Bank (Fed) bemühten sich jedoch schnell, den zurückgegangenen Zinsanhebungserwartungen am Markt entgegenzuwirken.
Gold weitet zu Wochenbeginn seinen Kursrücksetzer aus, nachdem das Edelmetall am 10. August 2022 bei 1.807,39 US-Dollar je Feinunze ein Fünfwochenhoch erreicht hatte.
Die Erwartungen am Markt bezüglich einer weiteren außergewöhnlich großen Zinsanhebung in den USA bei dem nächsten US-Zinsentscheid sind infolge des Rückgangs der US-Teuerungsraten deutlich gesunken, so dass mehrheitlich nur noch mit einer Zinsanhebung um einen halben Prozentpunkt gerechnet wird.
Die Erholung der Preise auf Basis eines stärkeren Konjunkturoptimismus dürfte sich den Commerzbank-Analystinnen Barbara Lambrecht und Thu Lan Nguyen zufolge jedoch kaum fortsetzen.
Die Erwartungen am Markt bezüglich einer weiteren außergewöhnlich großen Zinsanhebung in den USA bei dem nächsten US-Zinsentscheid sind infolge des Rückgangs der US-Teuerungsraten deutlich gesunken, so dass mehrheitlich nur noch mit einer Zinsanhebung um einen halben Prozentpunkt gerechnet wird.
Die Weltwirtschaft und Unternehmen sindseit Jahresbeginn von einer langen Liste an Problemen heimgesucht worden. In Kombination entsteht laut Thomas Meier und Christos Sitounis, Portfoliomanager des MainFirst Global Dividend Stars und des MainFirst Euro Value Stars, ein komplexes und widriges Umfeld für Anleger.
Die Inflationsdaten aus den USA sind laut Garrett Melson, Portfoliostratege bei Natixis Investment Managers Solutions, ermutigend, aber noch kein Beleg für einen Umschwung in naher Zukunft.
Die US-Verbraucherpreisteuerung hat sich im Juli auf 8,5 Prozent im Jahresvergleich abgeschwächt. Volkswirte hatten im Konsens lediglich mit einem Rückgang auf 8,7 Prozent gerechnet, nachdem die Inflation im Juli mit 9,1 Prozent ein 40-Jahreshoch erreicht hatte.
Die vom „Melbourne Institute“ (MI) ermittelten Inflationserwartungen der australischen Verbraucher auf Sicht von zwölf Monaten sind laut Juli-Umfrage auf 5,9 Prozent gesunken. Zuletzt war auf Jahressicht eine Teuerungsrate von 6,3 Prozent erwartet worden.