Etikettenschwindel der EZB...
"Historisch" ist der einzig passende Begriff, mit dem sich die Ereignisse dieser Woche beschreiben lassen. Ganz besonders gilt das für die zu erwartenden Folgen...
"Historisch" ist der einzig passende Begriff, mit dem sich die Ereignisse dieser Woche beschreiben lassen. Ganz besonders gilt das für die zu erwartenden Folgen...
In Brasilien hat die Zentralbank gestern ihren Schlüsselzins, die sogenannte SELIC-Rate, um 50 Basispunkte heraufgesetzt. Die Erhöhung der Zinsrate war mehrheitlich erwartet worden, mit Blick auf die derzeitigen Wachstumsrisiken aber nicht in diesem Ausmaß.
Der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew rechnet mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit seines Landes auf Ramschniveau. Unterdessen ist die Inflation auf einen Wert von mehr als 11 Prozent gestiegen.
Die Teuerungsrate bei den chinesischen Verbraucherpreisen war 2014 deutlich unter Plan. Der Druck auf die People’s Bank of China, die Wirtschaft mit neuen Lockerungsmaßnahmen zu stützen, dürfte damit zunehmen.
Die Deflation in Spanien hat sich im Dezember weiter verschärft. Die EZB könnte diesem zum Anlass nehmen, ihre Geldpolitik weiter zu lockern.
Wie die Bank of Japan am Freitag mitteilte, soll die Geldmenge weiterhin mit Wertpapierkäufen um jährlich 80 Billionen Yen ausgeweitet werden. Die Erfolgsbilanz der Notenbank ist allerdings bescheiden: Ohne den Effekt der Mehrwertsteuererhöhung im April liegt die Inflationsrate bei unter einem Prozent.
Die Bank of Thailand hat ihren Leitzins unverändert bei 2 Prozent belassen. Nicht wenige Analysten haben indes erwartet, dass die Notenbanker ihren Schlüsselzins infolge der Wachstumsrisiken um 25 Bp auf 1,75 Prozent senken würden.
Japans Regierungskoalition geht als klarer Sieger aus der Parlamentswahl hervor. Premierminister Shinzo Abe wollte sich mit der vorgezogenen Wahl seine Wirtschaftspolitik absegnen lassen. Dadurch werden seine Aufgaben aber nicht kleiner.
Die Notenbank Russlands reagierte auf die rasante Rubel-Schwäche und die unlängst steigenden Inflationserwartungen mit einer weiteren Zinserhöhung. Da der Markt mit einem größeren Schritt gerechnet hatte, ging der Rubel-Verfall auch nach dem Entscheid ungebremst weiter.
Die schwache Preisentwicklung setzen Chinas Regierung und Notenbank unter Druck. Extrem niedrige Teuerungsraten bei den Verbraucherpreisen und der anhaltende Rückgang der Erzeugerpreise nähren Deflationsängste.