Die wichtigste Lehre des Fed-Entscheids
Die Erstreaktion von Anlegern kann man nicht anders als heftig bezeichnen. Inzwischen hat sich die Reaktion relativiert. Dahinter steckt aber eine wichtige Lehre für 2025.
Die Erstreaktion von Anlegern kann man nicht anders als heftig bezeichnen. Inzwischen hat sich die Reaktion relativiert. Dahinter steckt aber eine wichtige Lehre für 2025.
Die US-Notenbank stellt für das kommende Jahr nur noch zwei statt vier Zinssenkungen in Aussicht. Auf der Pressekonferenz betont Fed-Chef Jerome Powell, dass man im kommenden Jahr deutlich vorsichtiger mit weiteren Zinssenkungen sein könne.
Zum Jahresausklang erhalten die Kursziele für Leitindizes die größte Aufmerksamkeit. Nicht weniger relevant sind die Zinsen. Alle scheinen sich einig zu sein. Nur einer schert aus.
Im Dezember wird die US-Notenbank den Leitzins nochmals senken. Und dann? Dann kommt nichts mehr. Zinssenkungen dürften der Vergangenheit angehören.
Im EZB-Rat sei zwar über Vorschläge gesprochen worden, den Leitzins gleich um 50 Basispunkte zu senken, am Ende habe es aber eine große Mehrheit für eine Zinssenkung um nur 25 Basispunkte gegeben, sagte Lagarde auf der Pressekonferenz zum Zinsentscheid.
Der Anstieg der US-Erzeugerpreise hat im November über den Erwartungen gelegen. Das mahnt mit Blick auf die künftige Inflationsentwicklung zur Vorsicht.
Die Inflationsdaten in den USA erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung in der kommenden Woche. Das unterstützt den Goldpreis.
Die Geschwindigkeit des Preisauftriebs in den USA hat sich im November etwas erhöht. Einer Fed-Zinssenkung in der kommenden Woche dürfte dennoch nichts entgegenstehen.
Nach der Phase der hohen Teuerung gab es nur ein kurzes Intermezzo mit einer Inflationsrate von unter 2 %. Im November legte der Preisauftrieb in Deutschland wieder auf über 2 % zu, wie das Statistische Bundesamt nun bestätigt hat.
Der Stellenaufbau im November lag leicht über den Erwartungen, zugleich stieg aber die Arbeitslosenquote etwas an. Die durchschnittlichen Stundenlöhne legten etwas stärker als erwartet zu. Einer weiteren Fed-Zinssenkung in knapp zwei Wochen dürfte nach Einschätzung des Marktes nichts im Weg stehen.