Analyse
21:20 Uhr, 26.08.2020

Wichtige Tradingregel: Diversifiziere, setze nicht alles auf eine Karte

Es ist nicht sinnvoll, alles auf ein einziges Underlying zu setzen. Bekommt dieser eine Titel ein Problem, schlägt dieses existenziell auf das Portefeuille durch.

Erwähnte Instrumente

  • Wirecard AG - WKN: 747206 - ISIN: DE0007472060 - Kurs: 1,285 € (XETRA)

Es verbietet sich mit zu großen, zu konzentrierten Positionen zu arbeiten. Beispiel Wirecard. Die Nachrichten über die im großen Stil gefälschte Bilanz des Unternehmens und die Insolvenz ließen den Kurs innerhalb kürzester Zeit drastisch abstürzen. Anleger, die nur auf diese Aktie gesetzt hatten und in dieser Aktie positioniert waren, wurden mit horrenten Verlusten konfrontiert. Das Ersparte hatte sich mit einem Schlag fast in Luft aufgelöst.

Berkshire Hathaway, die Investmentgesellschaft des legendären Value Investors Warren Buffett, hat im 2. Quartal 2020 eine Position Barrick Gold gekauft. Er hält nun 20 Mio. Stücke dieser Goldminenaktie. In absoluten Zahlen erscheint das viel zu sein, entscheidend ist aber der relative Anteil an seinem Gesamtportefeuille. Die Barrick Gold Position macht nur 0,28 % seines Gesamtportefeuilles aus. Würde Barrick Gold insolvent gehen und die Aktie würde schlagartig in Richtung 0 fallen, würde Buffett lediglich maximal 0,28 % seines Portefeullies verlieren. So stark kann ein Privatanleger natürlich nicht diversifizieren, das Beispiel soll aber die Bedeutung des Diversifierungseffekt aufzeigen.

Auf der einen Seite der unerfahrene Privatanleger, der alles auf eine Aktie gesetzt hat und auf der anderen Seite der Großanleger, der das Kapital auf mehrere Positionen verteilt und diversifiziert. Ersterer verliert nahezu alles, zweitgenannter würde bei dem Komplettausfall der Barrickposition nur einen kleinen Teil seines Kapitals verlieren.

Es gilt also: Setzt nicht auf den lucky Punch, setzt nicht auf lediglich eine Position. Diversifiziert. Arbeitet mit mehreren Positionen. Es gibt Trader, die gerne lediglich mit einem einzigen Basiswert handeln, beispielsweise nur DAX oder nur Bund Future oder nur Öl. Sie diversifizieren also nicht. Allerdings kalkulieren die sehr genau, ihr Positionsrisiko. Sie arbeiten mit Stops, sorgfältig berechneten Positionsgrößen und sorgfältig berechneten Verlustrisiko. Sie wissen genau, wieviel sie verlieren, wenn der Kurs gegen sie läuft, der Stop erreicht und die Position ausgestopt wird. Sie kennen sehr genau das Risikoprofil des gehandelten Underlyings. Meist sind diese hochliquiden Underlyings nahezu nonstop von Montag bis Freitag handelbar, so dass kein Overnigthrisik besteht. Die Position ist also jederzeit unter Kontrolle.

Weitere Regeln:

Wichtige Tradingregel: Du mußt Warten können

Wichtige Tradingregel: Kenne dein Signal!

Wichtige Tradingregel: Akzeptiere Verluste!

Wichtige Tradingregel: Setze nicht auf den lucky Punch!

Tradingalltag - Der Supergau!

Wichtige Tradingregel: Thema Shortselling (1) - Sieht nur leicht aus!

Wirecard AG
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Über den Experten

Harald Weygand
Harald Weygand
Head of Trading

Harald Weygand entschied sich nach dem Zweiten Staatsexamen in Medizin, einer weiteren wirklichen Leidenschaft, dem charttechnischen Analysieren der Märkte und dem Trading, nachzugehen. Nach längerem, intensivem Studium der Theorie ist Weygand als Profi-Trader seit 1998 am Markt aktiv. Im Jahr 2000 war er einer der Gründer der stock3 AG und des Portals www.stock3.com. Dort ist er für die charttechnische Analyse von Aktien, Indizes, Rohstoffen, Devisen und Anleihen zuständig. Über die Branche hinaus bekannt ist der Profi-Trader für seine Finanzmarktanalysen sowie aufgrund seiner Live-Analysen auf Anlegerveranstaltungen und Messen.

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