Kommentar
12:38 Uhr, 10.05.2023

Mehr Risiko, mehr Gewinn mit Aktien: Stimmt nicht immer, aber hier schon

Es heißt zwar, dass mehr Risiko zu mehr Gewinn führt, doch bei den meisten Anlegern führt mehr Risiko zu weniger Gewinn. Risiko lohnt sich nicht immer. In einem Fall lohnt es sich schon.

Ob jemand investiert, tradet oder spekuliert, sie alle haben das gleiche Ziel: Geldvermehrung. In der Theorie sind Risiko und Rendite eng miteinander verflochten. Dabei sollte gelten, dass mehr Risiko zu mehr Gewinn führt. Alles andere macht keinen Sinn. Wer geht mehr Risiko ein, um weniger zu verdienen? Risiko muss über höhere Gewinne kompensiert werden. Das Problem ist die Praxis. In der Praxis führt mehr Risiko bei vielen Anlegern zu weniger Gewinn oder Verlust. Spätestens seit 2020 sind Hypeaktien wie Gamestop, AMC oder Bed Bath & Beyond vielen ein Begriff. Zeitweise waren die Gewinne hoch. Bed Bath & Beyond ist inzwischen insolvent. Die Aktie hat 99,7 % verloren.

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Über den Experten

Clemens Schmale
Clemens Schmale
Finanzmarktanalyst

Clemens Schmale hat seinen persönlichen Handelsstil seit den 1990er Jahren an der Börse entwickelt.

Dieser gründet auf zwei Säulen: ein anderer Analyseansatz und andere Basiswerte. Mit anders ist vor allem die Kombination aus Global Makro, fundamentaler Analyse und Chartanalyse sowie Zukunftstrends gemeint. Während Fundamentaldaten und Makrotrends bestimmen, was konkret gehandelt wird, verlässt sich Schmale beim Timing auf die Chartanalyse. Er handelt alle Anlageklassen, wobei er sich größtenteils auf Werte konzentriert, die nicht „Mainstream“ sind. Diese Märkte sind weniger effizient als andere und ermöglichen so hohes Renditepotenzial. Sie sind damit allerdings auch spekulativer als hochliquide Märkte. Die Haltedauer einzelner Positionen variiert nach Anlageklasse, beträgt jedoch meist mehrere Tage, oft auch Wochen oder Monate.

Rohstoffe, Währungen und Volatilität handelt er aktiv, in Aktien und Anleihen investiert er eher langfristig. Die Basiswerte werden direkt – auch über Futures – oder über CFDs gehandelt, in Ausnahmefällen über Optionen und Zertifikate.

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