Analysteneinschätzung

Kabel Deutschland verkaufen: Das Delisting droht

Die NordLB behält ihre Rating-Einschätzung bei der Aktie von Kabel Deutschland mit „Verkaufen“ und einem Kursziel von 90,00 Euro unverändert bei.

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Hannover (Godmode-Trader.de) - Die NordLB behält ihre Rating-Einschätzung bei der Aktie von Kabel Deutschland mit „Verkaufen“ und einem Kursziel von 90,00 Euro unverändert bei.

Wie im Vorjahr konnte Kabel Deutschland auf der Basis einer unverändert hohen Kundennachfrage nach den Internet- und Telefonangeboten sowie der Mehrfachnutzung zusätzlicher Konzernangebote einen soliden Start in das neue Geschäftsjahr 2015/16 mit weiteren Umsatz- und Ergebnis-Steigerungen aufweisen. Der Vorstand sieht das Unternehmen auch unverändert „gut positioniert, um weiter stark zu wachsen“ und bestätigte seine bisherige Prognose.

Seit September bündeln Kabel Deutschland und Vodafone ihre bisher getrennt geführten Marken nun unter dem gemeinsamen Markenauftritt von Vodafone. Entsprechend werden Standorte, Shops und Websites umgestaltet. Zudem hat der Vorstand von Kabel Deutschland nach entsprechender Weisung vom beherrschenden Großaktionär Vodafone gegenüber der Frankfurter Wertpapierbörse den Widerruf der Zulassung der Aktien im regulierten Markt beantragt (sog. Delisting).

Das derzeitige Kursniveau ist nach Ansicht der NordLB zu stark von den Spekulationen über ein sehr viel höheres Abfindungsangebot sowie durch Kursaufschläge aufgrund des geringen Freefloats (nur rund 10 % unter Berücksichtigung des 13,482 prozentigen Anteils von Elliott Asset Management) getrieben und die Aktie deshalb aus fundamentalen Gesichtspunkten unverändert sehr hoch bewertet. Zudem drohe in absehbarer Zeit mit der beantragten Einstellung der Kursnotierung im regulierten Markt das Ende der Mitgliedschaft im MDax. Vor diesem Hintergrund bestätigen die Analysten ihr bisheriges Rating „Verkaufen“ bei einem Kursziel von 90,00 Euro.

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Über den Experten

Bernd Lammert
Bernd Lammert
Finanzredakteur

Bernd Lammert arbeitet als Redakteur seit 2010 bei der BörseGo AG. Er ist studierter Wirtschafts- und Medienjurist sowie ausgebildeter Journalist. Das Volontariat absolvierte er noch beim Radio, beruflich fand er dann aber schnell den Weg in andere Medien und arbeitete u. a. beim Börsen-TV in Kulmbach und Frankfurt sowie als Printredakteur bei der Financial Times Deutschland in Berlin. In seinen täglichen Online-Berichten bietet er Nachrichten und Informationen rund um die Finanzmärkte. Darüber hinaus analysiert er wirtschaftsrelevante Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte für eine Finanzagentur. Grundsätzlich ist Bernd Lammert der Ansicht, dass aktuelle Kenntnisse über die Märkte sowie deren immanente Risiken einem keine Erfolge schlechthin garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen können.

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