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DAX

Die europäischen Aktienmärkte sind angesichts der Sorgen vieler Investoren, dass in China eine Finanzkrise heranwächst, überraschend robust gestartet. Im frühen Handel gewann der deutsche Leitindex 0,86 % auf 7.758,47 Punkte. Zuvor hatte die chinesische Notenbank beruhigende Worte gefunden. In einer Mitteilung kündigte die PBoC an, die Zinsen im Interbankenmarkt auf "ein vernünftiges Maß" zurückführen zu wollen. Außerdem hat EZB-Direktor Coeure eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik im Euroraum signalisiert. Die derzeitigen wirtschaftlichen Bedingungen in der Eurozone erforderten keine Änderungen der geldpolitischen Ausrichtung, sagte er. Aktuell notiert der DAX 1,5 % höher bei 7.807 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,8 % auf 2.540 Punkte nach oben.

Charttechnik

Nach dem Kurseinbruch in den letzten Tagen setzt der DAX heute zu einer Erholung an. Mit seinem bisherigen Hoch bei 7.828 Punkten erreicht diese jedoch schon wieder der ersten Widerstandszone aus dem 20iger gleitenden Durchschnitt. Damit steigen die Risiken, dass die Kurse wieder nachgeben und der Abwärtstrend wieder aufgenommen wird. Ein Rückfall unter 7.790 Punkte würde dies bestätigen. Im schlimmsten Fall wird dann das bisherige Tief bei 7.655 Punkten relativ direkt angelaufen.

Aktien im Blick

Die Aktien von SAP notieren zur Stunde mit 0,57 % im Plus. Händler bezeichneten einen Medienbericht als leichte Belastung, wonach die US-Softwarekonkurrenten Microsoft und Oracle ihr Geschäft mit Cloud-Dienstleistungen bündeln wollen.

Der Mobilfunkkonzern Vodafone hat sein Gebot für Kabel Deutschland (KD) auf 87,00 Euro je Aktie aufgestockt, fraglich ist nun, ob der zweite Kaufinteressent Liberty Global darauf reagieren wird. Die Aktie von KD bleibt stabil bei 85,41 Euro. Nach dem Übernahmeangebot hat Fitch Vodafone auf "Rating Watch" negativ und Kabel Deutschland auf "Rating Watch" positiv gesetzt.

Die Aktien der deutschen Autobauer haben am Dienstag zu den Favoriten der Anleger gehört. Daimler-Titel verteuern sich um 3,7 %, Volkswagen ziehen um 2,8 % an, BMW notieren mit 2,25 % im Plus. Die Autobauer denken darüber nach, ihre jeweiligen Sommerpausen zu verkürzen bzw. gleich ganz auszusetzen. Dies spricht für einen anhaltend starken Auftragseingang der Unternehmen. Außerdem hat sich die EU hat sich auf mildere Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von Autos geeinigt.

Dürr-Aktien verteuern sich um 5,56 % auf 45,51 Euro. In erster Linie soll hierfür eine Gegenreaktion auf die deutlichen Verluste in den Vortagen ausschlaggebend sein.

Konjunktur

Am Vormittag stand eine Auktion italienischer Anleihen im Fokus. Rom platzierte eine 2-jährige Nullkuponanleihe im Volumen von 3,5 Mrd. Euro. Die durchschnittliche Rendite lag mit 2,403 % deutlich höher als bei der letzten vergleichbaren Auktion mit 1,113 %. Laut der britischen Zeitung "The Daily Telegraph" geht Mediobanca, die zweitgrößte Bank Italiens, davon aus, dass Italien in den kommenden sechs Monaten von der EU gerettet werden muss. Die Wirtschaftskrise verschlimmere sich und inzwischen treffe die Kredit-Verknappung auch große Unternehmen.

Bundesbank-Chef Weidmann hat sich für eine Bereinigung der Bilanzen europäischer Banken ausgesprochen. Eine strenge Überprüfung sei unumgänglich, um spätere unangenehme Überraschungen zu vermeiden, sagte er der SZ. Es müsse auch die Möglichkeit geben, Banken zu schließen, sagte Weidemann weiter. „Zur Verantwortung für eine Entscheidung gehört auch die Haftung“.

Die Firmen der deutschen Bauunternehmen haben im April preisbereinigt um 2,1 % mehr Aufträge als im Vorjahresmonat eingesammelt. In den ersten vier Monaten 2013 sanken die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes preisbereinigt hingegen um 2,9 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Währungen

Der US-Dollar gibt am Dienstag auf breiter Basis nach. Nach wie vor liegt die Entwicklung in China im Fokus. Sorgen um einen Liquiditätsengpass und eine Bankenkrise haben den Shanghai Shenzhen CSI 300 Index am Dienstag zwischenzeitlich um 6,8 % einbrechen lassen, bevor es dank beschwichtigender Worte der chinesischen Notenbank zu einer Erholung kam. Dies trug dazu bei, dass EUR/USD der Sprung über das gestrige Hoch bei 1,3144 gelang. In der Spitze notierte das Währungspaar bislang bei 1,3151.

Rohstoffe

Der Ölpreis zeigt sich am Mittag mit 101,79 US-Dollar gut erholt. Der physische Markt ist relativ knapp, und die Nachfrage zieht saisonbedingt zu dieser Jahreszeit an. Die Analyten der Deutschen Bank korrigierten ihre Prognosen für den durchschnittlichen Brent-Ölpreis in 2013 um 5,8 % auf 107,03 US-Dollar und um 5,5 % auf 107,00 US-Dollar im Jahr 2014.

Der Goldpreis kostet zur Stunde 1.283 US-Dollar pro Unze (0,07 %). Marktgerüchten zufolge liegen bei einem Preis unterhalb von 1.267 US-Dollar große Stopp-Loss-Aufträge.

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Über den Experten

Bernd Lammert
Bernd Lammert
Finanzredakteur

Bernd Lammert arbeitet als Redakteur seit 2010 bei der BörseGo AG. Er ist studierter Wirtschafts- und Medienjurist sowie ausgebildeter Journalist. Das Volontariat absolvierte er noch beim Radio, beruflich fand er dann aber schnell den Weg in andere Medien und arbeitete u. a. beim Börsen-TV in Kulmbach und Frankfurt sowie als Printredakteur bei der Financial Times Deutschland in Berlin. In seinen täglichen Online-Berichten bietet er Nachrichten und Informationen rund um die Finanzmärkte. Darüber hinaus analysiert er wirtschaftsrelevante Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte für eine Finanzagentur. Grundsätzlich ist Bernd Lammert der Ansicht, dass aktuelle Kenntnisse über die Märkte sowie deren immanente Risiken einem keine Erfolge schlechthin garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen können.

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