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Industriemetalle: Preise weiter unter Druck

Diese Woche veröffentlichen die International Study Groups ihre monatlichen Statistiken zu Angebot und Nachfrage an verschiedenen Metallmärkten. Sie dürften laut Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann zeigen, dass einige Metallmärkte zuletzt besser versorgt waren.

Erwähnte Instrumente

  • Kupfer
    ISIN: XC0007203216Kopiert
    Kursstand: 8.878,65 $/t (ARIVA Indikation) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • Aluminium
    ISIN: XC0009677839Kopiert
    Kursstand: 2.490,11 $/t (ARIVA Indikation) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - An den Metallmärkten machen sich weiter Rezessionsängste breit: Die Industriemetalle geben zum Wochenauftakt zumeist weiter nach und setzen damit ihren Rückgang der letzten Wochen fort. Kupfer ist am Freitag unter die Marke von 9.000 US-Dollar je Tonne gefallen und handelt aktuell mit gut 8.900 US-Dollar je Tonne auf dem tiefsten Stand seit letztem Oktober, wie Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Eisenerz verliere heute 7,5 Prozent. Mit 111 US-Dollar je Tonne liege der Preis auf einem Sechsmonatstief. Sollte die Konjunktur in den wichtigsten Wirtschaftsländern bzw. -räumen tatsächlich in eine Rezession abrutschen und es nicht nur bei der aktuellen Eintrübung bleiben, dürften die Metallpreise noch weiter fallen, heißt es weiter.

„Diese Woche veröffentlichen die International Study Groups ihre monatlichen Statistiken zu Angebot und Nachfrage an verschiedenen Metallmärkten. Dies ist zwar nur ein Blick in den Rückspiegel – es werden Daten für das erste Quartal bzw. die ersten vier Monate des Jahres berichtet – und die Daten werden unseres Erachtens wohl nicht preisbewegend sein. Sie dürften aber zeigen, dass einige Metallmärkte zuletzt besser versorgt waren“, so Briesemann.

Dies spiegele sich übrigens auch in den Terminkurven wider: Am Beispiel Aluminium lasse sich beobachten, dass die Terminkurve innerhalb von wenigen Wochen aus einer starken Backwardation in Contango gedreht habe. Die Erwartungen der Marktteilnehmer hätten sich also völlig gewandelt. Denn Backwardation sei Ausdruck von Knappheit, während Contango Indiz eines Überangebots sei, heißt es weiter.

„Das International Aluminium Institute (IAI) könnte heute eine rekordhohe globale Aluminiumproduktion für Mai berichten, nachdem das Nationale Statistikbüro in China letzte Woche bereits von einer solchen gesprochen hatte. Auch die Stahlproduktion dürfte auf globaler Ebene angezogen haben, da China zuletzt ebenfalls deutlich mehr Stahl hergestellt hat“, so Briesemann.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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