Europa vs China Eskalation in 2026 ?!
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Die japanische Investmentbank Nomura meint einen Punkt erkannt zu haben, der vom Markt derzeit noch nicht beachtet werde: Die schleichende Eskalation der EU-China Handelskonflikte im Kontext eines möglichen zweiten China Schocks. Gemeint ist kein Nachfrageeinbruch wie Anfang der 2000er, sondern das Gegenteil: China wird zu gut, zu schnell, zu wettbewerbsfähig in genau den Industrien, die Europas industrielle DNA ausmachen. Hochwertiger Maschinenbau, Industrieausrüstung, Elektrotechnik, grüne Technologien, Fahrzeuge.
Kernbotschaft: Chinas industrielle Aufholjagd trifft Europa nicht mehr nur in Billigsegmenten, sondern frontal im High-End-Bereich. Das verändert die politische Reaktion. Brüssel denkt nicht mehr primär in Freihandel, sondern in Schutzmechanismen. Zölle, Anti-Subventionsverfahren, Investitionskontrollen, lokale Content Regeln.
Makroökonomisch übersetzt sich das direkt in langsamere Exportdynamik. Chinas Exporte in die EU wuchsen 2021 bis 2025 im Schnitt um 7.4% jährlich, 2025 allein sogar um 8.1%. Diese Phase ist vorbei. Erwartet wird eine strukturelle Abkühlung auf rund 5% pro Jahr in USD gerechnet, über mehrere Jahre. Das ist kein zyklischer Dip, sondern ein politisch induzierter Trendbruch.
Strategisch bedeutet das: Europas Industriepolitik wird härter, selektiver, sicherheitsgetriebener. China wiederum wird noch aggressiver versuchen, Marktanteile über Skaleneffekte, Preise, Lokalisierung und Technologietiefe zu verteidigen. Das Ergebnis: Weniger Wachstum, mehr Reibung, höhere Volatilität, fragmentiertere Lieferketten. Wer das ignoriert, unterschätzt eines der größten strukturellen Risiken für Chinas Wachstum und europäische Industriegewinne der kommenden Jahre.
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