Fundamentale Nachricht
16:08 Uhr, 30.05.2016

Edelmetalle: Gesunde Korrektur innerhalb des bestehenden Aufwärtstrends

Die weitere Zunahme der Zinserhöhungserwartungen in den USA lässt Edelmetalle schwitzen. Experten sehen hier aber nur eine überschaubare Konsolidierung. Angesichts des Niedrigwachstums, negativer Staatsanleihenrenditen und potenzieller Inflation führe kaum ein Weg an Edelmetallen vorbei.

Erwähnte Instrumente

  • Gold
    ISIN: XC0009655157Kopiert
    Kursstand: 1.207,75 $/Unze (Commerzbank CFD) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • Silber
    ISIN: XC0009653103Kopiert
    Kursstand: 15,98 $/Unze (Commerzbank CFD) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Frankfurt/ New York/ London (Gomode-Trader.de) - Der Goldpreis ist am Montag auf ein Dreieinhalb-Monatstief von 1.200 US-Dollar je Feinunze gefallen. Vom Jahreshöchststand Anfang Mai hat der Goldpreis somit gut 100 US-Dollar verloren. Auch der kleinere Bruder Silber hat zuletzt spürbar nachgegeben. Auslöser der Preisrückgänge war eine weitere Zunahme der Zinserhöhungserwartungen in den USA, nachdem Fed-Chefin Yellen am Freitag einen Zinsschritt in den nächsten beiden Monaten als „möglicherweise angemessen“ bezeichnet hatte. „Edelmetalle wurden in den vergangenen Tagen durch zunehmend hawkische Aussagen des Federal Open Market Committees erschüttert. Dies befeuert die Prognosen bezüglich einer US-Leitzinserhöhung und stärkt zudem den Dollar“, so Rohstoffexperte Ole Hansen von der Saxo Bank in einem aktuellen Marktkommentar. Letzteres erschaffe in Kombination mit steigenden Anleihezinsen ein schwieriges Marktumfeld für Edelmetalle – nicht zuletzt für Gold.

Zum ersten Mal seit Beginn der Rally im Januar dieses Jahres stellt sich für den Experten die Frage, wie nachhaltig der Aufschwung bei Edelmetallen noch ist. „Während sich die Erwartungen bezüglich einer Leitzinserhöhung nach oben schrauben und der Dollar sich weiter erholt, wird es Gold schwer haben“, vermutet Hansen. Aufgrund des Niedrigwachstums, negativer Staatsanleihenrenditen und potenzieller Inflation betrachte er den aktuellen Kursrücksetzer aber als gesunde Korrektur innerhalb des bestehenden Aufwärtstrends.

Nach Informationen der Commerzbank unter Bezug auf aktuelle Commitment of Traders-Daten ziehen sich immer mehr spekulative Finanzanleger aus Gold-Engagements zurück. Die Netto-Long-Positionen dieser Anlegergruppe wären in der Woche zum 24. Mai um 56.000 auf 156.500 Kontrakte zurückgegangen. Das sei der stärkste Wochenrückgang seit Beginn der Datenreihe vor 10 Jahren.

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