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Industriemetalle: Rückenwind aus China

Laut den Commerzbank-Analysten Carsten Fritsch und Thu Lan Nguyen bestehen jedoch Zweifel, ob die von der chinesischen Regierung ergriffenen Maßnahmen weitreichend genug seien, um das Wirtschaftswachstum zu stützen.

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Die Industriemetalle erhielten zu Beginn der Woche etwas Rückenwind aus China, wo eine weitere Drosselung der Metallproduktion droht. So hat die Region Sichuan, die zur Energieerzeugung im Wesentlichen von Wasserkraft abhängig ist, aufgrund der anhaltenden Dürre Notfallmaßnahmen zur Stromrationierung beschlossen, wie die Commerzbank-Analysten Carsten Fritsch und Thu Lan Nguyen in der heutigen Ausgabe von „Rohstoffe Aktuell“ schreiben.

Eine Begrenzung der Stromnutzung für die Industrie sei vom 20. bis zum 25. August verlängert worden. Laut einer Umfrage des Beratungsunternehmens Mysteel sei mittlerweile die gesamte Aluminiumproduktion in Sichuan mit einer Kapazität von einer Millionen Tonnen aufgrund der Stromknappheit eingestellt worden, heißt es weiter.

„Darüberhinaus hat die chinesische Notenbank PBoC ihre Geldpolitik weiter gelockert. Der wichtige Kreditzins (Loan Prime Rate) für eine Laufzeit von einem Jahr wurde um fünf Basispunkte und für eine Laufzeit von fünf Jahren gar um 15 Basispunkte gesenkt. Der größere Zinsschritt für den Fünfjahreszins, der als Referenz für Hypotheken herangezogen wird, wird als Zeichen interpretiert, dass die Offiziellen insbesondere den schwächelnden Immobilienmarkt stützen wollen“, so Fritsch und Nguyen.

Zudem plane die Regierung Spezialkredite für kriselnde Bauträger. Zweifel bestünden jedoch fort, ob die Maßnahmen weitreichend genug seien, um das Wirtschaftswachstum zu stützen. Konjunktursorgen blieben daher eine Belastung für die Industriemetalle, was auch erklären dürfte, weshalb der Aluminiumpreis (auf Basis des an der LME gehandelten Drei-Monats-Kontrakts) kaum von den genannten Produktionsstopps in Sichuan profitieren konnte, heißt es abschließend.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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