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09:38 Uhr, 27.02.2024

Gold steigt Richtung Zweieinhalbwochenhoch

Aufmerksamkeit bezüglich der weiteren US-Zinsaussichten gilt in dieser Woche den anstehenden US-Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal und den persönlichen Konsumausgaben (PCE) im Januar mit dem dazugehörigen Preisindex, dem bevorzugten Inflationsmaß der Federal Reserve Bank (Fed).

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    ISIN: XC0009655157Kopiert
    Kursstand: 2.038,28 $/oz. (JFD Brokers) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Gold legt nach seinem Kursrücksetzer zu Wochenbeginn am Dienstagvormittag wieder zu, hat mit bislang 2.037,44 US-Dollar je Feinunze im Hoch sein am 23. Februar 2024 bei 2.041,29 US-Dollar pro Unze markiertes Zweieinhalbwochenhoch jedoch noch nicht wieder erreicht.

Der Goldpreis bewegt sich weiterhin innerhalb der in den vergangenen zwei Monaten ausgebildeten Handelsspanne zwischen grob 1.985 und 2.065 US-Dollar je Feinunze. Während die Aussicht auf längerfristig höhere US-Leitzinsen in Folge der hartnäckigen Inflation einen größeren Anstieg verhindert, ist das Edelmetall angesichts der Kriege im Nahen Osten und der Ukraine als „sicherer Hafen“ gefragt. Zudem profitiert Gold von den sich verschlechternden Weltwirtschaftsaussichten, nachdem in der letzten Woche gemeldet wurde, dass sich sowohl die britische als auch die japanische Wirtschaft in der Rezession befinden.

US-Leitzinssenkungen im März oder Mai sind mittlerweile sehr unwahrscheinlich geworden. Als wahrscheinlichstes Szenario gilt laut FedWatch Tool der CME mit aktuell 51,3 Prozent, dass die US-Leitzinsen erstmals im Juni um 25 Basispunkte gesenkt werden. Doch auch die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Leitzinsen noch im Juni unverändert in der aktuellen Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent belassen werden, ist zuletzt auf 39,6 Prozent gestiegen (22,9 Prozent vor einer Woche).

Äußerungen von Fed-Vertretern untermauerten zuletzt die nach hinten verschobenen US-Zinssenkungserwartungen, indem sie betonten, dass man angesichts der nach wie vor oberhalb ihres Zielwerts von zwei Prozent liegenden Inflation keine Eile habe, die Leitzinsen zu senken.

Im Fokus bezüglich der weiteren US-Zinsaussichten liegen in dieser Woche die am Donnerstag anstehenden US-Daten zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE) im Januar mit dem dazugehörigen Preisindex, dem bevorzugten Inflationsmaß der Federal Reserve Bank (Fed). Erwartet wird im Konsens, dass sich die Inflation in der Kernrate auf Jahressicht leicht von 2,9 Prozent im Dezember auf 2,8 Prozent im Januar abgekühlt hat.

Außerdem wird am Mittwoch dieser Woche die zweite Lesung des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal gemeldet. Zwar dürften die Daten eine gewisse Abkühlung des US-Wirtschaftswachstums zeigen, allerdings nicht in einem Ausmaß, das baldige US-Leitzinssenkungen rechtfertigt. In der ersten Veröffentlichung wurde ein annualisierter BIP-Anstieg um 3,3 Prozent gemeldet, nach plus 4,9 Prozent im dritten Quartal.

Die Aussicht auf steigende oder länger hoch bleibende US-Zinsen ist für gewöhnlich negativ für das zinslose Gold – und umgekehrt. Gegen 9:30 Uhr MEZ notiert Gold auf Tagessicht mit einem Plus von 0,33 Prozent bei 2.037,65 US-Dollar je Feinunze.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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