Analyse
13:20 Uhr, 12.03.2026

RHEINMETALL - Das hat Papperger im Investoren-Call gesagt

"Wir sind für die operative Leistung verantwortlich. Sie für den Aktienkurs." Mit diesem Satz beendete Rheinmetall-Chef Armin Papperger den Earnings Call für 2025.

Prägender für den Ton des Abends war jedoch ein anderer Kernpunkt: Der Konzern sieht sich am Beginn einer neuen Wachstumsphase, getragen von einer beschleunigten Aufrüstung in Europa, zusätzlicher Nachfrage im Nahen Osten und einer immer breiteren industriellen Aufstellung von Munition über Luftverteidigung bis Raumfahrt.

Zwar lieferte Rheinmetall für 2025 erneut starke Kennzahlen, doch im Mittelpunkt des Calls standen klar die Aussagen zur Zukunft. Papperger zeichnete das Bild eines Konzerns, der seine Kapazitäten zügig ausbaut, auf eine Welle neuer Großaufträge wartet und sich dabei zunehmend als Schlüsselanbieter für Europas Verteidigungsfähigkeit versteht. Verzögerungen bei Vergaben wertet das Management ausdrücklich nicht als Nachfragerisiko, sondern als Folge überlasteter Beschaffungsapparate auf Kundenseite.

Besonders offensiv trat Papperger bei der Frage nach dem Auftragspotenzial auf. Für 2026 sieht er ein mögliches Ordervolumen von rund 80 Mrd. EUR. Das größte Einzelprojekt bleibt das Boxer Programm "Arminius", aus dem im laufenden Jahr ein Festauftrag über 12 bis 13 Mrd. EUR erwartet wird. Hinzu kommen milliardenschwere Munitionsverträge, zusätzliche Puma Aufträge, neue geschützte Lkw und eine Vielzahl kleinerer, aber fester Bestellungen. Die Botschaft an den Kapitalmarkt war eindeutig: Rheinmetall hält die Nachfragebasis nicht nur für robust, sondern für strukturell gewachsen.

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