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Agrar: Nahrungsmittelpreise deutlich gestiegen, aber nicht durchgängig

Die großen Organisationen wie FAO, OECD und USDA zeigen sich optimistisch, dass auf Sicht der nächsten zehn Jahre das Wachstum des Angebots mit dem Wachstum der Nachfrage nach Nahrungsmitteln Schritt halten kann und die internationalen Agrargüterpreise zwar nominal, nicht aber real steigen werden.

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Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Im Februar ist der von der Welternährungsorganisation FAO monatlich veröffentlichte Index der Nahrungsmittelpreise (Food Price Index, FPI) den neunten Monat in Folge gestiegen. Der Indexwert von 116 gibt an, dass die Preise für Agrargüter im Mittel derzeit 16 Prozent höher sind als im als Referenz herangezogenen Durchschnitt der Jahre 2014-16 (Indexwert 100). Dies ist der höchste Stand seit Juli 2014, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Besonders stark getrieben gewesen sei der letzte Anstieg des Index von Zucker und – wie in den Vormonaten – von Pflanzenölen, deren Preise im Vergleich zum Januar beide um über sechs Prozent zugelegt hätten. Bei Zucker seien es die enttäuschenden Produktionszahlen bei wichtigen Anbietern – darunter die EU – sowie eine starke Nachfrage aus Asien, die für Preisauftrieb gesorgt hätten, heißt es weiter.

„Dies gilt auch für Pflanzenöle, wo vor allem bei Palmöl die Bestände der wichtigen Exportnationen niedrig sind. Pflanzenöle waren im Februar im Mittel fast 50 Prozent teurer als im Referenzzeitraum, Getreide rund ein Viertel. Die Zuckerpreise bewegen sich dagegen trotz des jüngsten Anstiegs lediglich in etwa auf dem Niveau von 2014-16“, so Helbing-Kuhl.

Fleisch sei sogar etwas günstiger als damals und habe auch den Rückgang in der ersten Jahreshälfte 2020 noch nicht wieder wettgemacht – anders als Pflanzenöle und Zucker, die zwar zu Beginn der Corona-Krise eingebrochen seien, dann aber wieder massiv zugelegt hätten, heißt es weiter.

„Die großen Organisationen wie FAO, OECD und USDA zeigen sich optimistisch, dass auf Sicht der nächsten zehn Jahre das Wachstum des Angebots – vorrangig durch höhere Erträge – mit dem Wachstum der Nachfrage nach Nahrungsmitteln Schritt halten kann und die internationalen Agrargüterpreise zwar nominal, nicht aber real steigen werden“, so Helbing-Kuhl.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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