Handelsdeals: Wer zockt wen ab?
Die EU hat einen Deal oder zumindest Ansätze davon. Das Prinzip ist ähnlich wie bei Japan. Auf den ersten Blick sind die Deals gut für die USA, auf den zweiten Blick ist das nicht unbedingt der Fall.
Die EU hat einen Deal oder zumindest Ansätze davon. Das Prinzip ist ähnlich wie bei Japan. Auf den ersten Blick sind die Deals gut für die USA, auf den zweiten Blick ist das nicht unbedingt der Fall.
Philips hat seine Prognose zur Belastung durch US-Strafzölle deutlich nach unten korrigiert und gleichzeitig seine operative Ergebnisprognose angehoben.
Bisher läuft die US-Berichtssaison gut. Von einer Vollbremsung kann keine Rede sein. Stattdessen zeigen die Zahlen der Unternehmen auf, worauf sich Anleger in den kommenden Quartalen einstellen können.
Nach der Zolleinigung wird es nicht langweilig: Big-Tech-Zahlen, der nächste Fed-Zinsentscheid und die US-Arbeitsmarktdaten für Juli stehen an. Anleger sollten sich besser anschnallen. (Fundamentaler Wochenausblick)
Die Einigung im transatlantischen Handelsstreit hat einen hohen Preis: Nach exklusiven Berechnungen des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW) verliert die deutsche Volkswirtschaft infolge der neuen US-Zölle rund 0,15 % ihres BIP – das entspricht einem Schaden von etwa 6,5 Mrd. Euro innerhalb eines Jahres.
Die US-Regierung hat einem Bericht der Financial Times zufolge geplante Exportbeschränkungen für fortschrittliche Technologien nach China vorerst ausgesetzt.
Trump spielt Golf in Schottland, wo er von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen besucht wird. Verkünden beide am Sonntag medienwirksam den heiß ersehnten Handelsdeal?
Die US-Wirtschaft zeigt keine Vollbremsung und die Inflationsrate bewegt sich nur verhalten nach oben. Zölle scheinen keinen der erwarteten Effekte zu haben. Wer darauf wartet, muss möglicherweise bis 2027 warten.
Die von der Regierung Trump eingeführten Zölle haben die US-Staatskasse im zweiten Quartal bereits mit zusätzlichen 55 Mrd. USD gefüllt. Die Last dieser Abgaben tragen vorerst überwiegend nicht die Endverbraucher, sondern vor allem die Unternehmenslandschaft, speziell auch die amerikanische.
Vergleichbar zu der mit Japan erzielten Einigung nähern sich die USA und die EU laut einem Bericht der Financial Times einem Handelsabkommen, in dem 15%-Zölle auf EU-Waren vereinbart würden.