Handelskonflikte: Trump will Frist nicht verlängern
US-Präsident Donald Trump hat Gerüchten widersprochen, dass die Frist für Handelsverhandlungen mit anderen Ländern über den 9. Juli hinaus verlängert werden könnte.
US-Präsident Donald Trump hat Gerüchten widersprochen, dass die Frist für Handelsverhandlungen mit anderen Ländern über den 9. Juli hinaus verlängert werden könnte.
Die Wirtschaftspolitik der US-Regierung funktioniert gleich in zwei Bereichen nicht. Es handelt sich dabei um zwei zentrale Bereiche für die US-Wirtschaft. Die USA sind weniger widerstandsfähig als gedacht.
Die Waffenruhe im Nahostkonflikt und Signale der Entspannung im transatlantischen Zollstreit haben die US-Börsen in der vergangenen Woche auf neue Rekordstände steigen lassen. Hält die Partystimmung in der neuen Woche an? (Fundamentaler Wochenausblick)
Wegen einer neuen Digitalsteuer hatte Trump am Freitag die Handelsgespräche mit Kanada gestoppt. Jetzt hat das Nachbarland eingelenkt und die Pläne für die Steuer begraben.
Die EU hat laut eigenen Angaben einen neuen Vorschlag der USA für eine Einigung im Zollstreit erhalten. Derweil haben sich die Vereinigten Staaten mit China auf eine Zusatzvereinbarung zum geplanten Handelsabkommen geeinigt.
Die Kursgewinne am US-Aktienmarkt könnten US-Präsident Donald Trump dazu ermutigen, in der Handelspolitik wieder aggressiver zu werden.
S&P 500 und Nasdaq-100 sind auf neue Allzeithochs geklettert und haben damit den Crash im April, der von Trumps reziproken Zöllen ausgelöst wurde, zunächst wieder ausgebügelt. Doch die kommenden Wochen dürften spannend werden.
Die US-Regierung sieht es genau umgekehrt. Es entspricht allerdings nicht den Tatsachen. Das mag unbewusst sein oder einfach nur, weil die komplexen Zusammenhänge nicht verstanden werden. So oder so, Europa muss sich nicht schikanieren lassen, egal, was bei Ablauf der Deadline Anfang Juli kommt.
Nicht, dass sich die europäischen Börsen noch große Sorgen um die Zölle machen würden, aber vielleicht ist das auch gar nicht mehr nötig. Die Europäische Union plant offenbar, US-Technologiekonzernen ein Mitspracherecht bei der Anwendung des Digital Markets Act (DMA) einzuräumen.
Die Finanzmärkte reagieren zum Wochenstart vergleichsweise gelassen auf die jüngsten Entwicklungen im Nahostkonflikt. (Fundamentaler Wochenausblick).