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10:01 Uhr, 18.04.2024

Sojabohnen: Schwache chinesische Importe

Das Aufwärtspotenzial beim Sojabohnenpreis dürfte nach Einschätzung von Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen vorerst begrenzt bleiben.

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Laut dem Direktor des Internationalen Getreideverbands (IGC) wird China die Entwicklung an den Sojabohnenmärkten als zentraler Absatzmarkt bestimmen. Als wesentlicher Lieferant an China tritt dabei Brasilien auf, das Daten von S&P Global zufolge zwischen April 2023 und April 2024 rund 70 Prozent der Importe Chinas stellte, wie die Leiterin des Rohstoffresearchs der Commerzbank, Thu Lan Nguyen, in der jüngsten Ausgabe von „Rohstoffe Aktuell“ schreibt.

Zuletzt hätten sich die Angebotsaussichten für die Saison 2023/24 zwar aufgrund widriger Wetterbedingungen tendenziell verschlechtert. So dürfte die brasilianische Ernte niedriger ausfallen als in der Vorsaison, die jedoch eine Rekordernte markiert hatte, dürfte aber immer noch deutlich höher als etwa in 2021/22 sein. Gleichzeitig drohe die Importnachfrage aus China schwächer auszufallen, da Peking stärker auf die heimische Produktion zu setzen scheine, mit dem Ziel, autarker zu werden, heißt es weiter.

„Laut Bloomberg, das sich auf mit der Sache vertraute Personen bezieht, zieht die Regierung in Erwägung, den heimischen Mühlen eine bestimmte Quote an lokal angebauten Sojabohnen vorzuschreiben. Die chinesischen Sojabohnenimporte sind seit Dezember bereits tendenziell rückläufig. Die Einfuhren lagen zudem im ersten Quartal Daten der Zollbehörde zufolge deutlich niedriger als in den drei Jahren zuvor. Das Aufwärtspotenzial beim Sojabohnenpreis dürfte daher vorerst begrenzt bleiben“, so Nguyen.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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