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Platin erstmals seit fast sechs Jahren teuer als Palladium

Der Platinpreis hat in der vergangenen Woche erstmals seit April 2018 wieder die Parität zum Palladiumpreis erreicht und ist mittlerweile sogar etwas teurer als Palladium.

Erwähnte Instrumente

  • Palladium
    ISIN: XC0009665529Kopiert
    Kursstand: 855,31 $/oz. (TTMzero Indikation) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • Platin
    ISIN: XC0009665545Kopiert
    Kursstand: 876,48 $/oz. (JFD Brokers) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Fast sechs Jahre lang war Palladium teurer als Platin, längere Zeit sogar deutlich teurer. Zwischen Anfang 2020 und Ende 2022 lag die Preisdifferenz zumeist bei mehr als 1.000 US-Dollar je Feinunze, in der Spitze sogar bei 2.000 US-Dollar. Das Erreichen der Parität ist auf die fortgesetzte Preisschwäche bei Palladium zurückzuführen, wie Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch in der jüngsten Ausgabe von „Rohstoffe Aktuell“ schreibt.

Dahinter stünden die inzwischen bekannten Nachfragesorgen im Zuge der strukturellen Verschiebung in der Automobilindustrie zu Elektrofahrzeugen. Diese benötigten kein Palladium, womit die bislang wichtigste Verwendung von Palladium an Bedeutung zu verlieren drohe. Zusätzlich preisbelastend dürften Konjunktursorgen in China und in Deutschland gewesen sein. Gerade aus Deutschland, dem wichtigsten Automobilproduzenten in Europa, seien enttäuschende Daten zum verarbeitenden Gewerbe veröffentlicht worden, heißt es weiter.

„Dennoch scheint die aktuelle Preisschwäche von Palladium übertrieben. Denn die Zahlen zu den Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen deuteten zuletzt eher auf eine nachlassende Kaufbereitschaft für diese Fahrzeuge hin, was nicht nur auf einen Konjunktureffekt, sondern auch auf die Streichung staatlicher Kaufanreize zurückzuführen sein könnte. So lag der Marktanteil der im Januar in Deutschland neu zugelassenen Elektroautos laut Daten des Kraftfahrtbundesamtes nur noch bei 10,5 Prozent. Im Dezember war er noch mehr als doppelt so hoch“, so Fritsch.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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