MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Getränkeaktien nach Diageo-Enttäuschung unter Druck
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DOW JONES--Freundlich geht es am Mittwochmittag an den Börsen in Europa zu. Positive Vorgaben der Wall Street und aus Asien stützen. Keine Akzente und damit auch kein Störfeuer gehen von der Rede von US-Präsident Trump zur Lage der Nation aus. In dieser verteidigte er erwartungsgemäß seine harte Linie bei Zöllen und zeichnete ein rosiges Bild der Wirtschaft. Vorbörslich berichtete schwache deutsche GfK-Konsumklimadaten bewegen ebenso praktisch nicht wie die wie erwartet ausgefallene Revision des deutschen BIP im vierten Quartal 2025. Wie in der ersten Lesung betrug das Wirtschaftswachstum in Deutschland 0,3 Prozent.
Der DAX gewinnt 0,4 Prozent auf 25.096 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 liegt 0,7 Prozent vorne, gestützt vor allem von stärkeren Gewinnen bei Rohstoffaktien. Deren Subindex legt um 2,7 Prozent zu. Am Ende rangieren dagegen die Aktien der Lebensmittel- und Getränkehersteller mit einem Minus von 1,5 Prozent nach enttäuschenden Zahlen von Diageo.
Der Euro zeigt sich wenig verändert bei 1,1782 Dollar an. An den Anleihemärkten geben die Kurse nach dem jüngsten Anstieg leicht nach, die Renditen steigen also.
Im Blick haben die Anleger bereits die wie immer mit Spannung erwarteten Geschäftszahlen von Nvidia nach Börsenschluss in den USA. Als das Symbol des KI-Hypes schlechthin, haben die Nvidia-Zahlen oft Signalwirkung über das Unternehmen hinaus - nicht nur für Halbleiter- und Wachstumsaktien, sondern für den gesamten Markt. ".... Der Nvidia-Bericht hat das Potenzial, die aktuellen KI-Sorgen zu lindern. Er hat aber auch das Potenzial, sie deutlich zu verstärken", heißt es bei QC Partners. Neben Nvidia wird nachbörslich auch der SAP-Wettbewerber Salesforce seine Bücher öffnen.
Diageo mit Prognosesenkung
Unternehmensseitig gibt es wieder mehr Zahlen zu verarbeiten als an den Vortagen. Für Diageo geht es um über 9 Prozent südwärts. Der Guinness-Hersteller mit weiteren Marken wie Johnnie Walker oder Smirnoff hat seine Jahresprognose aufgrund der Schwäche in den USA gesenkt und seine Dividende gekürzt, um einen Sanierungsplan zu finanzieren. In Paris sacken Pernod Ricard und Remy Coimntreau im Fahrwasser um über 5 Prozent ab, in Mailand Campari um über 4 Prozent.
In Mailand verbilligen sich Leonardo um 1,9 Prozent. Die Ergebnisse des Rüstungskonzerns haben nach Einschätzung der Analysten von Bernstein trotz einer Verlangsamung in den wichtigen Geschäftsbereichen Hubschrauber und Elektronik im vierten Quartal die hohen Erwartungen erfüllt. Rheinmetall kommen um 2,6 Prozent zurück und profitieren nicht von einem Bericht der Financial Times, wonach das Unternehmen nun doch einen Drohnen-Auftrag der Bundeswehr erhalten soll.
Fresenius und Heidelberg Materials enttäuschen
Nach den enttäuschend aufgenommenen Zahlen von FMC am Vortag, überzeugen nun auch die der Mutter Fresenius nicht. Der Kurs verliert 2,1 Prozent. Im Handel ist von "enttäuschenden" Zahlen und Ausblick die Rede. Für Heidelberg Materials geht es nach Zahlen um 2,9 Prozent nach unten. Laut den Analysten von Raiffeisen kommt das Rekordergebnis nicht gut an, weil das Baustoffunternehmen beim Umsatz erneut nicht auf ganzer Linie überzeugt habe.
Eon hat unspektakuläre Geschäftszahlen für 2025 vorgelegt. Sie liegen laut den Analysten von RBC bereinigt im Rahmen der Erwartungen. Das Gleiche gelte für den Ausblick, Eon ziehen um 2,1 Prozent an. Als im Rahmen der Erwartungen liegend beschreibt JP Morgan die Geschäftszahlen von Iberdrola genauso wie den Ausblick. Die Aktie des spanischen Versorgers gibt in Madrid leicht nach.
Ebenfalls nach Zahlen geht es für HSBC an der Londoner Börse um 5,4 Prozent nach oben. Der Jahresgewinn der auch stark in Asien engagierten Bank ist zwar gesunken, hat aber die Markterwartungen übertroffen. Die Bank hob zudem ihr Ziel für die Rendite auf das materielle Eigenkapital - eine wichtige Rentabilitätskennzahl für Banken - für die nächsten drei Jahre an.
In der zweiten Reihe brechen Auto1 im MDAX um 11 Prozent nach. Die Analysten von JP Morgan sehen das vierte Quartal zwar als besser als erwartet an, weisen aber auf eine etwas schwächere Prognose für das operative Ergebnis und höhere Investitionen hin. Im SDAX geht es für Nagarro ohne neue Nachrichten um 14,1 Prozent noch steiler abwärts.
Nordex hat starke Viertquartalszahlen vorgelegt, die vor allem auf der Ergebnisseite die Erwartungen geschlagen haben. Erfreuen dürfte die Anleger der Ausblick des Windenergieexperten. Dieser dürfte laut RBC Aufwärtsrevisionen bei den Schätzungen für das operative Ergebnis von rund 16 Prozent zur Folge haben. Jefferies spricht sogar von einem "Blowout" querbeet. Nordex haussieren um 15,6 Prozent.
Nach einer Kapitalerhöhung im Schnellverfahren verbilligen sich Jost Werke um 1,8 Prozent.
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD Euro-Stoxx-50 6.159,01 +0,7 42,41 6.116,60 16,8 Stoxx-50 5.285,24 +0,6 30,03 5.255,21 11,9 DAX 25.096,46 +0,4 110,21 24.986,25 19,9 MDAX 31.464,35 +0,2 54,85 27.039,42 15,3 TecDAX 3.739,45 +0,7 24,19 3.091,28 4,8 SDAX 17.930,02 +0,2 39,04 13.062,07 22,4 CAC 8.552,98 +0,4 33,77 8.519,21 10,0 SMI 14.001,49 +0,0 4,36 13.997,13 11,4 ATX 5.739,94 +0,6 31,21 5.708,73 38,3 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 19:04 EUR/USD 1,1783 +0,1 0,0012 1,1771 1,1782 EUR/JPY 184,63 +0,6 1,1000 183,53 183,5200 EUR/CHF 0,9129 +0,2 0,0020 0,9109 0,9112 EUR/GBP 0,8718 -0,1 -0,0006 0,8724 0,8717 USD/JPY 156,66 +0,5 0,7800 155,88 155,7500 GBP/USD 1,3508 +0,2 0,0021 1,3487 1,3514 USD/CNY 6,8692 -0,2 -0,0138 6,8830 6,8830 USD/CNH 6,8642 -0,2 -0,0143 6,8785 6,8786 AUS/USD 0,7086 +0,4 0,0031 0,7055 0,7063 Bitcoin/USD 65.861,84 +2,8 1.805,74 64.056,10 64.259,98 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 66,26 +1,0 0,63 65,63 Brent/ICE 71,16 +0,6 0,39 70,77 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 5.180,54 +0,6 32,74 5.147,80 Silber 90,26 +3,4 2,93 87,33 Platin 2.291,18 +5,7 123,23 2.167,95
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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