Analysteneinschätzung
16:33 Uhr, 06.02.2018

Munich Re: defensives Investment im Versicherungssektor

Die DZ Bank hat die Einstufung für Munich Re nach Zahlen zum vergangenen Quartal auf „Halten“ belassen.

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Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die Munich Re hat nach vorläufigen Eckdaten im Geschäftsjahr 2017 ein operatives Ergebnis von 1, 24 Mrd. Euro und einen Jahresüberschuss von 392 Mio. Euro erreicht und ist damit etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Ursache ist primär eine hohe Combined Ratio von 101,9 Prozent in Q4 resultierend aus einer „normalen“ Großschadenbelastung von 12 Prozentpunkten (2017: 25,8 %) und einer niedrigen Rückstellungsauflösung. Die Dividende bleibt unverändert bei 8,60 Euro je Aktie. Die Solvabilitätsquote lag per Ende 2017 bei 240 Prozent. Dabei ist nicht nur die Dividende, sondern auch ein eventuelles Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1 Mrd. Euro bereits berücksichtigt.

In der Januar-Erneuerung der Schaden/Unfall-Rückversicherung stieg das Prämienvolumen um 19 Prozent auf 9,9 Mrd. Euro. Das kräftige Wachstum resultiert primär aus neuen großvolumigen proportionalen Verträgen. Das durchschnittliche Preisniveau stieg um 0,8 Prozent, was angesichts der extrem hohen Katastrophenschadenbelastung durch Hurrikane in den USA im Vorjahr etwas niedrig erscheint.

Einen konkreten Ausblick für 2018 wird Munich Re erst im März geben. CFO Schneider hat aber schon jetzt angedeutet, dass mindestens die ursprünglich für 2017 angegebene Spanne von 2,0 bis 2,4 Mrd. Euro für den Jahresüberschuss erreicht werden soll.

Munich Re verfügr weiterhin über eine exzellente Solvabilitätsquote was zusätzlich zu der unveränderten Dividende seines Erachtens die Ankündigung eines erneuten Aktienrückkaufprogramms im März wahrscheinlich mache, führte Analyst Thorsten Wenzel in einer Studie von Dienstag aus. Er sehe die Aktie weiterhin als ein defensives Investment im Versicherungssektor bestätige die Anlageempfehlung „Halten“.

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Über den Experten

Bernd Lammert
Bernd Lammert
Finanzredakteur

Bernd Lammert arbeitet als Redakteur seit 2010 bei der BörseGo AG. Er ist studierter Wirtschafts- und Medienjurist sowie ausgebildeter Journalist. Das Volontariat absolvierte er noch beim Radio, beruflich fand er dann aber schnell den Weg in andere Medien und arbeitete u. a. beim Börsen-TV in Kulmbach und Frankfurt sowie als Printredakteur bei der Financial Times Deutschland in Berlin. In seinen täglichen Online-Berichten bietet er Nachrichten und Informationen rund um die Finanzmärkte. Darüber hinaus analysiert er wirtschaftsrelevante Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte für eine Finanzagentur. Grundsätzlich ist Bernd Lammert der Ansicht, dass aktuelle Kenntnisse über die Märkte sowie deren immanente Risiken einem keine Erfolge schlechthin garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen können.

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