AKAMAI und Anthropic: Ein Milliardenauftrag verändert das Geschäft!
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Gelingt der Aufbau, könnte das bisher vergleichsweise kleine Cloudgeschäft zu einem zweiten Wachstumsmotor werden. Verzögern sich die Kapazitäten oder fallen die Kosten höher aus, wird die Rechnung deutlich weniger attraktiv.
Anthropic hat sich verpflichtet, über sieben Jahre Cloudkapazitäten und zugehörige Dienste von Akamai abzunehmen. Sie sollen vor allem den wachsenden Bedarf an CPU-Rechenleistung decken. Das ist bemerkenswert, weil bei KI meist die Grafikprozessoren für das Training und den Betrieb der Modelle im Mittelpunkt stehen. Große KI-Anwendungen brauchen daneben klassische Serverprozessoren, etwa für die Verarbeitung von Anfragen und die übrige Infrastruktur. Akamai liefert dafür Rechenkapazität aus seinem verteilten Cloudnetz. Der nun geschlossene Vertrag ist nach Unternehmensangaben der größte seiner Geschichte.
Die Größenordnung wird im Vergleich zum bisherigen Geschäft sichtbar. Für 2026 erwartet Akamai insgesamt 4,45 bis 4,53 Mrd. USD Umsatz. Die Cloud Infrastructure Services erzielten im zweiten Quartal erst 99 Mio. USD. Allein der Anthropic-Vertrag soll nach vollständigem Hochlauf einen jährlichen Umsatz von etwa 1,7 Mrd. USD liefern. Zusammen mit bereits zuvor vereinbarten größeren Cloudaufträgen rechnet Akamai dann mit rund 2,2 Mrd. USD Jahresumsatz aus den in diesem Jahr abgeschlossenen Verträgen. Hier entsteht also ein Geschäft, das die Struktur des Konzerns spürbar verändern kann.
