Kommentar
14:00 Uhr, 07.11.2026

Chainlink ETFs enttäuschen: Was dem LINK-Kurs jetzt bevorstehen könnte

Seit Mitte Oktober können die Chainlink ETFs kein Kapital mehr anziehen. Für den LINK-Kurs wird es nun eng. Diese Chartmarken rücken in den Vordergrund.

Lange galt Chainlink als Geheimfavorit am Krypto-Markt, aber zumindest institutionelle Investoren scheinen derzeit eine andere Meinung zu vertreten. Bei den Spot ETFs herrscht seit Wochen nahezu Stillstand. Am 15. Oktober verzeichneten die US-Fonds letztmals Nettozuflüsse von gerade einmal 12.160 US-Dollar. Seither folgten zwölf Handelstage ohne Kapitalbewegungen und zwei Tage mit Nettoabflüssen.

Obwohl Chainlink den Oracle-Sektor dominiert und Transaktionen im Wert von über 37 Billionen US-Dollar ermöglicht hat, hält sich das Interesse offenbar stark in Grenzen. Zudem trifft die jüngste marktweite Krypto-Korrektur auch den LINK-Kurs empfindlich. Drohen nun weitere Verluste? Diese Chartanalyse zeigt, welche Kursmarken jetzt wichtig werden.

Chainlink in der technischen Analyse

In den vergangenen 24 Stunden bewegte sich der Chainlink-Kurs zwischen 10,739 und 11,041 US-Dollar. Mit aktuell 10,826 US-Dollar notiert LINK damit leicht unter dem Vortageswert von 10,876 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung beläuft sich auf rund 8,3 Milliarden US-Dollar.

Aus technischer Sicht bleibt die Lage vorerst angespannt. Der Chainlink-Kurs handelt weiterhin unter dem exponentiell gleitenden Durchschnitt der vergangenen 20 Tage (EMA-20) bei 10,987 US-Dollar. Seit Anfang November prägen zudem fallende Hoch- und Tiefpunkte das Chartbild. Eine erste Unterstützung bietet das jüngste Tagestief bei 10,739 US-Dollar, gefolgt vom unteren Bollinger-Band bei 10,436 US-Dollar. Auf der Oberseite warten dagegen Widerstände bei 11,350 US-Dollar (Fibonacci-Niveau im Abwärtstrend) und dem lokalen Hoch von 11,600 US-Dollar. Solange LINK den EMA-20 nicht zurückerobert, bleibt das kurzfristige Chartbild bärisch.

Auch die Momentum-Indikatoren zeichnen bislang ein eher schwaches Bild. Der Relative-Stärke-Index (RSI) notiert bei 43,2 Punkten und deutet damit auf eine verhaltene Kursdynamik hin, ohne bereits einen überverkauften Markt anzuzeigen. Immerhin lässt das Histogramm einen leicht nachlassenden Verkaufsdruck erkennen. Das könnte Chainlink kurzfristig etwas Luft verschaffen und eine Stabilisierung im Bereich von 10,826 US-Dollar begünstigen.

Unterdessen hat sich auch die Schwankungsbreite des LINK-Kurses verringert. Die Bollinger-Bänder weisen aktuell eine Breite von rund 1,25 US-Dollar auf und signalisieren damit eine moderate bis vergleichsweise geringe Volatilität. LINK befindet sich somit in einer angespannten Konsolidierungsphase, in der die Kursschwankungen zuletzt abgenommen haben. Solange der Kurs unter dem EMA-20 verharrt, bleibt die technische Ausgangslage allerdings angeschlagen.

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Kurzfristige LINK-Kursprognose

Die kurzfristigen Aussichten für Chainlink bleiben am 7. November 2026 bärisch bis neutral. Eine erste wichtige Unterstützung liegt bei 10,739 US-Dollar, gefolgt vom unteren Bollinger-Band bei 10,436 US-Dollar. Auf der Oberseite muss LINK dagegen zunächst den EMA-20 bei 10,987 US-Dollar überwinden, bevor der nächste Widerstand bei 11,350 US-Dollar ins Visier rückt. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke mit einem Tagesschlusskurs oberhalb des EMA-20 würde das bullishe Szenario stärken und eine Erholungsbewegung begünstigen. Sollte Chainlink hingegen unter das jüngste Tief vom 30. Oktober bei 10,273 US-Dollar fallen, drohen eine Beschleunigung des Abwärtstrends und stärkere Kursschwankungen.

Neutrales Szenario (Wahrscheinlichkeit 50 Prozent)

Im wahrscheinlichsten Szenario setzt Chainlink seine Konsolidierung fort und bewegt sich in einer Handelsspanne zwischen 10,50 und 11,35 US-Dollar. Voraussetzung dafür ist, dass sich der RSI oberhalb von 42 Punkten stabilisiert und der Kurs die Marke von 10,50 US-Dollar verteidigt. Auch ein Abflachen des EMA-20 würde auf eine nachlassende Abwärtsdynamik hindeuten. Wichtige Unterstützungen liegen bei 10,739 und 10,436 US-Dollar, während bei 11,350 US-Dollar ein hartnäckiger Widerstand wartet. Erst ein nachhaltiger Ausbruch aus dieser Spanne dürfte neue Impulse liefern.

Bullishes Szenario (Wahrscheinlichkeit 20 Prozent)

Gelingt Chainlink die Rückeroberung des EMA-20 bei 10,987 US-Dollar, könnte sich das Chartbild spürbar aufhellen. Eine Bestätigung der Trendwende wäre ein nachhaltiger Ausbruch über den Fibonacci-Widerstand bei 11,350 US-Dollar, idealerweise mit Tages- und Vierstundenschlusskursen oberhalb dieser Marke. Steigt darüber hinaus der RSI über 50 Punkte, wäre der Weg für einen Anstieg auf zunächst 11,60 US-Dollar frei. Anschließend könnte LINK die psychologisch wichtige Marke von 12 US-Dollar ins Visier nehmen. Ein Rückfall unter 10,80 US-Dollar würde dieses bullishe Szenario allerdings entkräften.

Bärisches Szenario (Wahrscheinlichkeit 30 Prozent)

Sollte Chainlink dagegen unter das jüngste Tief vom 30. Oktober bei 10,273 US-Dollar fallen, droht eine deutliche Verschärfung des Abwärtstrends. Insbesondere ein RSI unterhalb von 40 Punkten und eine zunehmend negative Neigung des EMA-20 würden den Verkaufsdruck bestätigen. Begleitet von steigenden Handelsvolumina könnte LINK zunächst die Marke von 10 US-Dollar unterschreiten und anschließend bis auf 9,50 US-Dollar zurückfallen. Erst eine nachhaltige Rückeroberung des Widerstands bei 11,35 US-Dollar würde dieses bärische Szenario hinfällig machen.

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