APPLIED OPTRONICS: Auftragsflut beim Lumentum-Konkurrenten
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Knappe Chips und fehlende Stromanschlüsse in Texas bremsen aber den Ausbau, und der Ausblick enttäuscht die Börse.
Thompson Lin hat ein Problem, um das ihn viele Konzernchefs beneiden dürften: Er hat mehr Aufträge, als er abarbeiten kann. Für Transceiver mit 1,6 Terabit pro Sekunde liegen Bestellungen über rund 450 Mio. USD vor. Applied Optoelectronics (AOI) kann davon im laufenden Quartal aber nur 50 bis 70 Mio. USD ausliefern. Es fehlen digitale Signalprozessoren (DSPs), weil ein Großkunde schneller als erwartet auf die neue Generation umgestiegen ist. "Unsere Kunden sind nicht sehr glücklich, aber wir versuchen alles, was wir können“, räumte der Gründer und Vorstandschef in der Telefonkonferenz ein.
Darin steckt das Dilemma des Unternehmens aus Sugar Land bei Houston. Die KI-Rechenzentren fragen mehr nach, als AOI produzieren kann. Das Wachstum hängt deshalb an Fabrikhallen, Zulieferern und neuerdings an Transformatoren. An der Börse kommt das nicht gut an. Die Aktie hat binnen eines Monats rund 60 % verloren. Am Donnerstag fiel sie schon vor den Zahlen um etwa 18 %.
