Analyse
13:33 Uhr, 18.12.2023

Short-Attacke auf SMA SOLAR

Der Shortseller Ningi Research greift scheinbar heute einen Wirtschaftswoche-Artikel von vergangener Woche zu SMA Solar auf und macht daraus einen umfangreichen Shortreport.

Erwähnte Instrumente

  • SMA Solar Technology AG - WKN: A0DJ6J - ISIN: DE000A0DJ6J9 - Kurs: 55,050 € (XETRA)

Melanie Bergermann von der Wiwo berichtete über aktivierte Eigenleistungen, die das Ergebnis bei SMA Solar seit Jahren beschönigen sollen. Die Wirtschaftsprüfer segnen diese Eigenleistungen Jahr für Jahr ab, obwohl es Zweifel an der Werthaltigkeit gibt. Zumindest gibt es diese jetzt! SMA muss dringend Aufklärung leisten und darf nicht länger blockieren.

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Erhebliche Auswirkungen auf die G+V

Wie die Wiwo weiter berichtet, hätten aktivierte Entwicklungskosten im vergangenen Jahr gut 50 % des EBITDA ausgemacht; im Jahr zuvor hätten SMA die aktivierten Kosten sogar noch operativ in die Gewinnzone gehievt. Andernfalls wäre ein Verlust angefallen.

Im Grunde sind aktivierte Entwicklungskosten nichts Verwerfliches, wenn es die Unternehmen damit nicht übertreiben und die Werte tatsächlich vorhanden sind. Auffällig ist aber, dass trotz gesunkener F&E-Aufwendungen die Aktivierungen in den letzten Jahren deutlich angezogen haben. Trotz rasanter Entwicklungen in der Solarindustrie hat SMA zudem jahrelang keine Abschreibungen auf seine aktivierten Entwicklungskosten vorgenommen. Das weckt dann doch ein paar Fragezeichen, da es zwischenzeitlich auch einmal einen massiven Preisverfall bei Wechselrichtern gab.

Der Shortseller hat scheinbar genau diesen Artikel vergangene Woche gelesen und daraus einen kompletten Bericht gebastelt. Sagen wir es so: Neue Vorwürfe außerhalb des Wiwo-Berichtes sind kaum auszumachen. Es wurde nur schöner und umfangreicher aufgearbeitet. Ob und wie SMA geschummelt hat oder nicht, werden hoffentlich die Wirtschaftsprüfer kommendes Jahr erklären. Das Unternehmen sollte aber nicht so lange warten und lieber einmal in die Offensive gehen. Die IR und der Finanzvorstand sind jetzt gefragt.

Fazit: Der Shortseller vermutet, dass der Vorstand die Kosten aktiviert hat, weil der Konzern so eine höhere Marge ausweisen kann und dadurch auch die Boni der Manager höher ausfallen. Wie Ningi anführt, gelang es SMA Solar dank Aktivierungen 2022, 3 % EBIT-Marge zu erreichen. Zufällig wird genau ab 3 % Marge auch ein Extrabonus fällig. Ist es wirklich so einfach? Dann wäre das Management als unseriös einzustufen, und es besteht dringend Handlungsbedarf vom Aufsichtsrat.

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