Morning-Flash: Ölpreis zieht an, Asien bricht ein – DAX-Future hält sich im Plus
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Die asiatischen Börsen geraten breit unter Druck, angeführt von einem Kurssturz in Seoul und Tokio. Steigende Ölpreise nach der Eskalation zwischen den USA und Iran sowie höhere Anleiherenditen belasten dort die Stimmung. Der DAX-Future zeigt sich davon zunächst unbeeindruckt und notiert leicht fester.
Aktuelles Marktgeschehen
Der DAX-Future notiert vorbörslich bei 25.847 Punkten und liegt damit 0,10 % über dem Vortagsschluss, was auf einen knapp behaupteten Start in den deutschen Handel hindeutet. Die US-Futures bewegen sich ebenfalls kaum: Der S&P-500-Future steht bei 7.632 Zählern und damit 0,01 % höher, der Dow-Jones-Future gewinnt 0,06 % auf 52.800 Punkte. Etwas schwächer zeigt sich der Nasdaq-100-Future mit einem Minus von 0,08 % auf 29.053 Punkte, eine kleine Divergenz zum Dow-Future, die mit dem Ausverkauf im asiatischen Technologiesektor zusammenfällt.
Bei den Rohstoffen zieht Brent-Öl um 0,82 % auf 95,43 USD an, was den Inflationsdruck erhöht, während Gold 0,63 % auf 4.368,9 USD abgibt und Bitcoin 0,35 % auf 77.669,74 USD gewinnt.
Vorbörsliche Tops & Flops
| Wert | Vorbörslich |
|---|---|
| Amgen | +1,14 % |
| Johnson & Johnson | +1,12 % |
| Chevron | +1,03 % |
| GEA Group | -3,52 % |
| ATOSS Software | -2,53 % |
| HOCHTIEF | -2,12 % |
Ausblick
Im Tagesverlauf richtet sich der Blick auf die US-Arbeitsmarktdaten von ADP um 14:15 Uhr, erwartet werden 48.000 neue Stellen, sowie auf den Zinsentscheid der Bank of Canada um 15:45 Uhr. Nachbörslich berichten mit Broadcom und Palo Alto Networks zwei Schwergewichte aus dem Technologiesektor, dazu Hewlett Packard Enterprise und NetApp.
Die wichtigsten Konjunkturtermine und Quartalszahlen des Handelstags im Überblick.
Europa
Im Fokus steht die Geldpolitik: EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel verweist darauf, dass die Märkte für September eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 95 % für eine Zinserhöhung einpreisen. Damit bleibt der Zinspfad der Notenbank für europäische Aktien der bestimmende Faktor der kommenden Wochen. Politisch bringt das Bundeskabinett heute eine Steuerreform auf den Weg, die ab 2028 Entlastungen von rund 10 Mrd. EUR jährlich vorsieht. Zudem beraten die EU-Außenminister in Irland über eine Reaktion auf den mutmaßlichen russischen Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle und über weitere Ukraine-Hilfen.
Auf Unternehmensseite bleibt Volkswagen das beherrschende Thema. Konzernchef Oliver Blume nennt die Lage "mehr als kritisch" und arbeitet an einem verschärften Sparkurs mit Zielbild 2030. Der Vorstand will der Aufsichtsratssitzung am 4. September einen überarbeiteten Sparplan vorlegen. Aus der Branche kommen weitere schwache Signale: Die deutsche Fahrradbranche meldet für 2025 einen Umsatzrückgang um 7 % auf 25,2 Mrd. EUR und einen Beschäftigungsabbau um 3 %.
Asien
Am stärksten trifft es Südkorea: Der KOSPI verliert 3,37 %, belastet von den eskalierten Spannungen zwischen den USA und Iran, steigenden Ölpreisen und Renditen sowie Verkäufen ausländischer Anleger. Der Nikkei 225 gibt 2,64 % nach. Dort kommt die Geldpolitik hinzu: Notenbankchef Kazuo Ueda signalisiert, dass Zinserhöhungen bei jeder Ratssitzung einschließlich September auf dem Tisch liegen, während höhere Ölpreise und gestiegene Anleiherenditen zusätzlich Wachstumssorgen schüren.
Auch die übrigen Leitbörsen liegen im Minus: Taiwans TSEC verliert 1,55 %, der australische S&P/ASX 200 gibt 0,97 % ab, der SSE Composite 0,71 %, der Sensex 0,70 % und der Hang Seng 0,62 %. Nur Singapurs STI hält sich mit 0,06 % knapp im Plus. In Australien wuchs die Wirtschaft im Juni-Quartal überraschend stark um 0,4 %, was den Druck auf die RBA in Richtung Zinserhöhung erhöht. Aus dem Technologiesektor meldet Samsung Display den Start der Massenproduktion von OLED-Panels für Apples faltbares iPhone. Die Aktie von Credo Technology (Aktuelle Analyse) fiel trotz starken Wachstums und eines besser als erwarteten Gewinns.
USA
Nachbörslich lieferte Dell Technologies (Aktuelle Analyse) mit einem Umsatz von 46,97 Mrd. USD und einem Non-GAAP-EPS von 7,04 USD Zahlen deutlich über den Erwartungen, auch Palo Alto Networks übertraf mit 3,41 Mrd. USD Umsatz den Konsens.
Beim Thema KI verdichten sich die Meldungen: Nvidia steht Bloomberg zufolge kurz vor der Übernahme des Modell-Anbieters Hugging Face für rund 14 Mrd. USD, ein Abschluss könnte noch diese Woche erfolgen. Google will die Einführung neuer KI-Chips beschleunigen und benennt Hochleistungsspeicher mit über 75 % der Stückliste als größten Engpass bei KI-Servern. Snap bringt am 16. September die Smartglasses Specs für 2.195 USD in den Handel, finanziert aus eigener Kraft. Im Energiesektor meldet Valero Energy einen Stromausfall in der Raffinerie Port Arthur. US-Finanzminister Bessent erwartet, dass die Energiepreisanstiege vorübergehend bleiben und KI-Ausgaben letztlich disinflationär wirken. Für USA Rare Earth startet Jefferies die Bewertung mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 21 USD.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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