Analyse
08:00 Uhr, 12.03.2026

HANNOVER RÜCK - Dividende soll um 39 % steigen!

Der Nettokonzerngewinn der Hannover Rück ist im Geschäftsjahr 2025 um 13,4 % auf 2,6 Mrd. EUR gestiegen. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich um 5,7 % auf 3,5 Mrd. EUR. Der Rückversicherungsumsatz legte auf 26,8 Mrd. EUR zu, was einem Wachstum von 4,7 % bei konstanten Wechselkursen entspricht.

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: DE0008402215Kopiert
    Kursstand: 247,400 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • Hannover Rück SE - WKN: 840221 - ISIN: DE0008402215 - Kurs: 247,400 € (XETRA)

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen zudem eine kräftige Dividendenerhöhung vor. Für das Geschäftsjahr 2025 sollen Aktionäre 12,50 EUR (erwartet 12 EUR) je Aktie erhalten, ein Plus von 39 % gegenüber dem Vorjahr. Die Ausschüttungsquote steigt damit auf 57 % des IFRS-Nettogewinns und entspricht der neuen Dividendenpolitik des Konzerns, die rund 55 % des Gewinns an die Aktionäre zurückführen soll. Die meisten Kennzahlen wurden bereits vorab berichtet und stellen keine Überraschung mehr da.

Die operative Entwicklung wurde maßgeblich von einem starken Schaden-Rückversicherungsgeschäft getragen. Das Rückversicherungs-Serviceergebnis in diesem Segment stieg auf 2,6 Mrd. EUR nach 2,1 Mrd. EUR im Vorjahr. Gleichzeitig verbesserte sich die kombinierte Schaden-Kostenquote auf 84,0 % nach 86,6 %.

Die Belastung aus Großschäden blieb unter dem budgetierten Erwartungswert. Insgesamt summierten sich die Nettoleistungen auf 1,7 Mrd. EUR gegenüber einem erwarteten Niveau von rund 2,1 Mrd. EUR. Zu den größten Ereignissen zählten Waldbrände in Kalifornien mit 595 Mio. EUR, Hurrikan „Melissa“ mit 329 Mio. EUR sowie ein Erdbeben in Myanmar mit 118 Mio. EUR.

Parallel nutzte der Rückversicherer das günstige Ergebnisjahr, um seine Bilanz weiter zu stärken. Die Schadenreserven wurden ausgebaut und stille Lasten in den Kapitalanlagen gezielt realisiert. Dadurch sank zwar kurzfristig die Kapitalanlagerendite auf 2,5 %, langfristig soll die Maßnahme jedoch die Ertragskraft des Portfolios verbessern.

Wachstum im Lebens- und Krankenrückversicherungsgeschäft

Auch die Personen-Rückversicherung entwickelte sich solide. Der Rückversicherungsumsatz stieg auf 8,0 Mrd. EUR, bei konstanten Wechselkursen entspricht dies einem Plus von 6,8 %.

Das Rückversicherungs-Serviceergebnis übertraf mit 903 Mio. EUR die Prognose des Managements von mehr als 875 Mio. EUR. Das operative Ergebnis ging allerdings leicht auf 886 Mio. EUR zurück, da das Finanzergebnis in diesem Segment stärker belastete.

Positiv entwickelte sich das Neugeschäft. Der Beitrag zur sogenannten Contractual Service Margin, die zukünftige Gewinne aus bestehenden Verträgen widerspiegelt, stieg deutlich auf 766 Mio. EUR. Wechselkurseffekte verhinderten jedoch einen Anstieg des Gesamtbestands, der zum Jahresende bei 6,3 Mrd. EUR lag.

Die Kapitalbasis des Konzerns hat sich weiter verbessert. Das Eigenkapital wuchs zum Jahresende auf 12,9 Mrd. EUR nach 11,8 Mrd. EUR ein Jahr zuvor. Die Solvency-II-Quote lag bei 256 % und damit weiterhin deutlich über dem internen Zielwert von mehr als 200 %.

Auch die Kapitalanlagen entwickelten sich stabil. Der Bestand erhöhte sich leicht auf 66,3 Mrd. EUR. Der operative Cashflow sowie sinkende Zinsen in einigen Währungsräumen kompensierten Belastungen aus Wechselkursbewegungen und steigenden Renditen im Euroraum.

Ausblick: Gewinn soll weiter steigen

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 bestätigt das Management seine Prognose eines Nettokonzerngewinns von mindestens 2,7 Mrd. EUR. In der Schaden-Rückversicherung erwartet der Konzern ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie eine kombinierte Schaden-Kostenquote von unter 87 %.

In der Personen-Rückversicherung soll das Serviceergebnis auf rund 925 Mio. EUR steigen. Gleichzeitig plant der Konzern eine deutlich höhere Kapitalanlagerendite von etwa 3,5 %. Voraussetzung bleibt allerdings, dass Großschäden den erwarteten Wert von 2,3 Mrd. EUR nicht wesentlich übersteigen und sich die Kapitalmärkte stabil entwickeln.

Fazit: Die Hannover Rück liefert erneut ein starkes Ergebnis mit hoher Kapitalrendite und stark wachsender Dividende. Doch wie bereits bei der Münchener Rück gesehen, fallen die Preise für Rückversicheurngen zuletzt, was die Ergebnisdynamik jetzt deutlich negativ beeinflussen wird. Somit befinden wir uns in einer Übergangsphase für die beiden Aktien. Umso erfreuliche ist dann doch die deutlich steigende Dividende. Beim Kurs dürfte zunächst kein großer Sprung mehr drin sein.

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Jahr 2025 2026e* 2027e*
Umsatz in Mrd. EUR 26,86 28,03 29,32
Ergebnis je Aktie in EUR 21,90 22,93 23,79
KGV 12 11 10
Dividende je Aktie in EUR 12,50 12,60 13,20
Dividendenrendite 5,06% 5,10% 5,34%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

Hannover Rück SE-Aktie
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