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09:42 Uhr, 16.02.2024

Gold erobert 2.000er-US-Dollar-Marke zurück

Die am Donnerstagnachmittag gemeldeten und schwach ausgefallenen US-Einzelhandelsumsätze haben Zweifel daran aufkommen lassen, dass sich die Federal Reserve Bank (Fed) mit einer ersten Zinssenkung noch Zeit lassen wird.

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  • Gold
    ISIN: XC0009655157Kopiert
    Kursstand: 2.004,65 $/oz. (JFD Brokers) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Gold hält sich am Freitagvormittag oberhalb der runden 2.000er-US-Dollar-Marke, die das Edelmetall gestern zurückerobert hat, nachdem es zur Wochenmitte nach starken US-Inflationsdaten unter die runde Marke gerutscht war und bei 1.984,09 pro Unze ein Zweimonatstief markiert hatte. Im Hoch erreichten die Notierungen heute bislang 2.006,41 US-Dollar je Feinunze.

Die am Donnerstagnachmittag gemeldeten und schwach ausgefallenen US-Einzelhandelsumsätze haben Zweifel daran aufkommen lassen, dass sich die Federal Reserve Bank (Fed) mit einer ersten Zinssenkung noch Zeit lassen wird.

Gemeldet wurde, dass die Einnahmen des US-Einzelhandels im Januar um 0,8 Prozent im Monatsvergleich und damit deutlich stärker als erwartet gesunken sind. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Rückgang um 0,1 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg um 0,4 Prozent im Dezember. Die Daten könnten signalisieren, dass die US-Verbraucher nicht mehr so unbeeindruckt von den hohen Zinsen sind, wie bisher.

Trotz der enttäuschenden Einzelhandelsumsätze ist die Wahrscheinlichkeit weiterhin hoch, dass es erst im Juni zu einer ersten US-Leitzinssenkung kommt. Laut FedWatch Tool der CME liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der Leitzins im Mai unverändert in der aktuellen Spanne bei 5,25 bis 5,50 Prozent belassen wird, aktuell bei 67,1 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit einer ersten Zinssenkung um 25 Basispunkte bei dem Juni-Treffen der Fed liegt derweil bei 54,4 Prozent.

Vertreter der Fed warnten auch nach Veröffentlichung der US-Einzelhandelsumsätze davor, auf eine baldige Zinssenkung zu setzen. Der Präsident der Atlanta Fed, Raphael Bostic, sagte, dass die Fed zwar Fortschritte bei der Senkung der Inflation gemacht habe, er aber noch nicht bereit sei, Zinssenkungen zu fordern.

Zudem profitierte Gold von einer gewissen Nachfrage nach einem „sicheren Hafen“, nachdem die gestern gemeldeten Daten zum Bruttoinlandsprodukt gezeigt hatten, dass sich sowohl die britische als auch die japanische Wirtschaft in einer Rezession befinden.

Aufmerksamkeit gilt im weiteren Handelsverlauf am Freitag der anstehenden US-Erzeugerpreisinflation im Januar sowie dem US-Konsumklima der Uni Michigan im Februar. Zudem steht eine Rede der Präsidentin der Fed in San Francisco, Mary Daly, auf der Agenda.

Die Aussicht auf steigende oder länger hoch bleibende US-Zinsen ist für gewöhnlich negativ für das zinslose Gold, das aktuell kurz vor einem Wochenverlust steht. Gegen 9:35 Uhr MEZ notiert Gold auf Tagessicht mit einem Plus von 0,03 Prozent bei 2.004,70 US-Dollar je Feinunze.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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