Kommentar
13:41 Uhr, 02.03.2026

Exklusive stock3 Plus Analyse: Der Nahost-Krieg würfelt alles durcheinander

Die Angriffe auf den Iran und die Gegenschläge des Landes belasten zum Wochenstart die Aktienmärkte. Die Öl- und Gaspreise legen deutlich zu, was vor allem an der Blockade der Straße von Hormus liegt.

Auf die amerikanisch-israelischen Luftangriffe, bei denen mit Ajatollah Ali Chamenei auch der oberste religiöse Führer des Landes getötet wurde, hat der Iran mit Angriffen auf US-Stützpunkte sowie Ziele in Israel reagiert.

Die Lage sorgt für erhöhte Unsicherheit an den Finanzmärkten. US-Präsident Donald Trump signalisierte, dass die Angriffe noch für mehrere Wochen weitergehen könnten. Gleichzeitig stellte Trump eine Aufhebung der Iran-Sanktionen in Aussicht, falls sich eine neue Führung des Landes "pragmatisch" verhalten sollte, wie Trump gegenüber der New York Times sagte. Damit scheint die Strategie im Iran ähnlich zu sein wie in Venezuela: Die Angriffe sollen zu einem Regimewechsel und einer neuen, eher prowestlichen Regierung führen.


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Der DAX notiert zuletzt rund 1,9 % tiefer. Die US-Futures signalisieren auch einen schwächeren Handelsstart an der Wall Street, während es in der Nacht bereits in Asien deutlich abwärts ging. Besonders negativ reagieren Aktien der Fluggesellschaften und Reiseanbieter auf die jüngsten Entwicklungen.

Das steigende Sicherheitsbedürfnis der Anleger beflügelt unterdessen den Goldpreis, der wieder Kurs auf sein Rekordhoch nimmt.

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Gold

Öl & Gas können kräftig zulegen, weil die Sperrung der Straße von Hormus zu Versorgungsengpässen führen könnte. Besonders dramatisch ist die Situation bei den europäischen Erdgaspreisen.

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Brent-Ölpreis

Wirtschaftsdaten und Quartalsberichte rücken in den Hintergrund

Obwohl wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA und Europa anstehen, dürften diese eher weniger kursrelevant sein als die neuesten Entwicklungen im Nahen Osten.

Am Freitag werden die mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten für Februar veröffentlicht. Die Arbeitslosenquote dürfte konstant bei 4,3 % geblieben sein.

Bei der Zahl der neu geschaffenen Stellen wird ein deutlicher Rückgang von 130.000 im Januar auf 58.000 im Februar erwartet.

Für die Eurozone werden am Dienstag die vorläufigen Inflationsdaten für Februar veröffentlicht. Die Inflationsrate dürfte den Schätzungen zufolge unverändert bei 1,7 %, die Kerninflationsrate unverändert bei 2,2 % gelegen haben.

Daneben dürften auch die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie (Montag) sowie den Dienstleistungssektor (Mittwoch) in den USA und Europa Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Unterdessen geht die Berichtssaison in Deutschland weiter. Quartalszahlen gibt es unter anderem von Beiersdorf (Dienstag), Adidas, Bayer, Bilfinger, Evonik, Redcare Pharmaceutical, Symrise, Sixt und Continental (Mittwoch), DHL, Merck KGaA, Renk, Aareal Bank, Dürr, Ströer, Deutsche Pfandbriefbank, LEG Immobilien und GFT (Donnerstag) sowie Lufthansa (Freitag).

An der Wall Street werden im Wochenverlauf Quartalszahlen u.a. von AST SpaceMobile und MongoDB (Montag), CrowdStrike und Ross Stores (Dienstag), Broadcom (Mittwoch) sowie Costco (Donnerstag) erwartet.

In Asien berichten unter anderem Alibaba und Sea Ltd. (Dienstag) sowie JD.com (Donnerstag) über das jüngste Quartal.

Erstveröffentlichung: 12:27 Uhr, 02.03.2026, von Oliver Baron

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