Exklusive stock3 Plus Analyse: Genomik-Taktgeber als Turnaround-Kandidat!
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Gegen Ende der vorletzten Woche stürzten insbesondere Tech-Werte heftig ab. Die Rally seit April war vor allem durch KI-Euphorie getrieben. Gute Arbeitsmarktdaten und damit einhergehend stabile oder steigende Zinserwartungen in Zusammenschau mit einer angespannten Inflationslage beendeten vorläufig die Rally im Technologiesektor. Es scheint, als würden Tech-Aktien einen ersten Schritt in eine wohlverdiente Sommerpause machen.
Grund genug, um sich für das Wochenend-Setup nach attraktiven Alternativen umzusehen. Die Chartanalyse führt mich in dieser Ausgabe in den Healthcare-Bereich. Insbesondere im Biotech-Sektor findet man derzeit einige gute Titel, die charttechnisch genau die Verläufe abbilden, nach denen wir hier in unserem Wochenend-Setup suchen. Der Chart in der Illumina-Aktie zeigt ein besonders schönes Muster, das genau in die Struktur der Stage-Analyse nach Stan Weinstein und Oliver Kell passt. Zudem ist das Geschäftsfeld, in dem Illumina tätig ist, höchst spannend. Legen wir los und starten mit einem kurzen Blick auf die Aktie, den Sektor und das Unternehmen im Allgemeinen.
Dieser Text ist heute Vormittag in unserem Premium-Service stock3 Plus erschienen. Als Abonnentin oder Abonnent von stock3 Weekly bekommst Du diese Informationen exklusiv.
Illumina ist ein Weltmarktführer für DNA‑Sequenzierung und Genomik‑Technologien. DNA‑Sequenzierung ist wie das Lesen eines Buches, das nur mit vier Buchstaben geschrieben ist. Durch die biochemische Analyse dieser vier Buchstaben ist es möglich, einen genetischen Code in organischen Stoffen abzuleiten. Mit dieser Sequenzanalyse können in der Medizin Erbkrankheiten, Mutationen, Tumorprofile und andere Krankheiten diagnostiziert und behandelt werden. Illumina entwickelt dafür die entsprechenden Sequenziergeräte, Reagenzien, Software und Multiomics‑Lösungen für Forschung, Kliniken und die Pharmaindustrie.
Das Lesen und die Analyse von Genomen ist einer der am schnellsten wachsenden Bereiche in der Biotech-Branche. Illumina ist im Genomik-Sektor ein zentraler Player.
Das Unternehmen investiert massiv in:
- Multiomics (mehrere biologische Ebenen gleichzeitig zu analysieren)
- Klinische Sequenzierung (Onkologie, seltene Krankheiten)
- Software & KI‑gestützte Analyseplattformen
Das Wachstum bei klinischen Sequenzier-Consumables, also Einwegmaterialien ohne die kein Gerät eine Sequenzierung durchführen kann, liegt mittlerweile bei 20 % und klinische Anwendungen gehören dabei zu den größten Umsatztreibern. Klinische Anwendungen sind deshalb wichtig, da sie wiederkehrende und margenstarke Umsätze liefern können.
Durch neue Produkte und die hohe Nachfrage nach Illuminas modernstem Hochdurchsatz‑DNA‑Sequenzierer, NovaSeq X, können die Margen erhöht werden und es erfolgt gleichzeitigt eine hohe Kundenbindung.
Bei Illumina zeigt sich mittlerweile eine klare fundamentale Erholung, die getragen wird von steigenden Margen, starkem Wachstum im klinischen Sequenziermarkt und einer strategischen Expansion in Multiomics-Bereiche. Vor allem die starke Nachfrage nach der neuen Sequenzierplattform NovaSeq X trägt maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung bei. Die größten Risiken bleiben Schwankungen im volatilen China-Geschäft sowie Wettbewerb und hohe Forschungs- und Entwicklungskosten. Insgesamt ist Illumina fundamental solide, wachstumsorientiert und wieder profitabel, aber nicht ohne Risiken. Die Aktie hat sich seit dem Tief im letzten Jahr deutlich erholt, bleibt aber volatil.
Mit einem guten ersten Geschäftsquartal erfolgte ein starker Start in das laufende Geschäftsjahr. Illumina übertraf im ersten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 1,15 USD die Analystenschätzungen von 1,06 USD und hob den bereinigten Gewinn je Aktie aus dem Vorjahr von 0,97 USD deutlich an. Der Umsatz mit 1,09 Mrd. USD lag ebenfalls über den Erwartungen von 1,07 Mrd. USD.
Das Unternehmen mit Hauptsitz in San Diego (Kalifornien) beschäftigt rund 9.000 Mitarbeiter weltweit und weißt derzeit eine Marktkapitalisierung von 24,35 Mrd. USD auf.
Illumina kann Margen und Gewinne steigern und ist damit ein klarer Turnaround-Kandidat. Wie sich das charttechnisch einordnen lässt, schauen wir uns in der charttechnischen Stage-Analyse ganz genau an.
Charttechnische Ausgangslage
Rein charttechnisch ist die Situation bei Illumina eindeutig. Der Kurs wechselt nach einem mehrjährigen Aufwärtstrend, mit Höchstkursen im Jahr 2021 bei ca. 530 USD, in eine Stage-4-Phase. Mit Ende 2023 geht der Verlauf dieses Stage-4-Abwärtstrends in eine Stage-1-Phase über. Seit dem Tief bei rund 70 USD, im März des letzten Jahres, nimmt der "Bodenbildungsprozess" immer mehr Struktur an und mittlerweile hat sich eine klar erkennbare Stage-1-Base gebildet.

Manche Trader sehen hier vielleicht eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation, andere sprechen vielleicht von höheren Tiefs und wir, wir sprechen von einer Stage-1-Base mit einem Wedge-Pop und einem erfolgreichem EMA-Crossback nach Stan Weinstein und Oliver Kell. Es spielt im Grunde keine Rolle, wie man das Muster bezeichnet oder betrachtet, wichtig ist nur, dass man sich auf ein System fokussiert. Wenn die Formation dann so gängig ist, dass viele Händler auch aus einer anderen Perspektive ebenfalls auf die gleichen Marken achten, dann ist das umso besser.
In der Stage-Analyse kann auch das Handelsvolumen mit einbezogen werden. Mit Blick auf die Preis-Volumenaktion sieht man, dass der "Ausverkauf" zum letzten Tief im März 2025 mit deutlich überdurchschnittlichem Volumen erfolgte. Das heißt, dass an diesem Preisniveau mit Tief bei rund 70 USD kaum noch Verkäufer im Markt waren, um den Kurs weiter fallen zu lassen. Die markanten Anstiege mit dem EMA-Wedge-Pop und dem erfolgreichen EMA-Crossback erfolgten ebenso mit deutlich überdurchschnittlichem Volumen. Ich habe die markanten Volumenbalken im Chart markiert. Hohes oder überdurchschnittliches Volumen an diesen relevanten Marken ist meist ein Zeichen von institutionellem Interesse.
Der Chart in der Illumina-Aktie hat in der aktuellen Stage-1-Phase mit dem Wedge-Pop und dem EMA-Crossback nach Oliver Kell zwei wesentliche Abschnitte in der Stage-1-Phase erfolgreich abgeschlossen. Charttechnisch ist die Aktie unmittelbar vor der Fortsetzung einer neuen Stage-2-Phase. Genau an dieser Stelle möchte ich mit dem Wochenend-Setup ansetzen und versuchen, in eine Position bei der Illumina-Aktie zu kommen.
Das Setup
Im Chart sieht man, dass der Ausbruch aus der Stage-1-Base über die runde 150-USD-Marke bereits mit einem Anstieg des Handelsvolumens erfolgte. Diesen Ausbruch kann man nun als Buy-Trigger für eine erfolgreiche Fortsetzung der Stage-2-Phase heranziehen. Der Kaufpunkt, am Schlusskurs der Ausbruchskerze, liegt bei 163 USD.
In einem ruhigen Wochenhandel kommt es nicht darauf an, dass man intraday auf den Cent genau in einen Trade kommt und deshalb empfehle ich, den Kauftrigger auf Tagesschlusskursbasis abzuwarten, um dann auch in Ruhe einsteigen zu können.

Der Stop wird in diesem Szenario an das aktuelle Niveau des EMA30 bei ca. 135 USD gelegt. Daraus ergibt sich ein Risiko von ca. 17,5 %.
Hinweis: Risikomanagement ist nicht nur die Platzierung einer Stop-Loss-Order. Risikomanagement, insbesondere in einem längerfristig angelegten Tradingszenario, kann primär nur über die Positionsgröße sinnvoll umgesetzt werden. Solange das Setup intakt ist, muss man auch gut damit umgehen können, wenn ein Trade nicht sofort in den Gewinn läuft.
Tradingidee der Woche: Bullisches Szenario 🐂 📈
|
ISIN |
DE000JU9VVU5 |
|
Hebel |
2,61 |
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KO-Schwelle |
100,19 USD |
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Laufzeit |
Open End |
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Einstieg (Limit) |
5,40 EUR |
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Ausstieg (Ziel) |
13,00 EUR |
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Stop-Loss |
3,00 EUR |
Illumina ist ein zentraler Player im Bereich der Genomik. Gleichzeitig steht dieses Geschäftsfeld aber auch unter massivem Preis- und Innovationsdruck. Regulatorische Einflüsse in medizinischen Bereichen spielen ebenso eine maßgebliche Rolle an einer erfolgreichen Geschäftsentwicklung wie zunehmender Wettbewerbsdruck. Strategisch muss Illumina vor allem den Übergang zu Multiomics und AI‑gestützter Dateninterpretation meistern. Charttechnisch ist die Illumina-Aktie mit diesem Setup ein klarer Turnaround-Kandidat, der kurz davor steht den Stage-2-Turbo zu zünden.
Erstveröffentlichung: 14. Juni 2026 um 14:00 Uhr von Anton Strobl


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