Tägliche Dividende mit Bitcoin: Strive startet die nächste Treasury-Wette
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Während sich DAX-Aktionäre auch 2026 mit einer jährlichen Dividendenausschüttung begnügen müssen, lässt die Bitcoin-Treasury-Firma Strive nun selbst die monatlichen Zahlungen von Realty Income alt wirken. Ab heute bekommen Anleger an rund 250 US-Geschäftstagen eine Dividende ausgezahlt, wenn sie die Vorzugsaktie SATA im Portfolio halten. Diese funktioniert ähnlich wie Stretch von MicroStrategy und ermöglicht einkommensorientierten Anlegern ein indirektes Bitcoin-Exposure ganz ohne die berüchtigte Volatilität der Kryptowährung.
Im Gespräch mit BTC-ECHO erklärte Jeff Walton, Chief Risk Officer bei Strive: “Die tägliche Dividende wird die Art und Weise, wie Menschen mit Geld umgehen, grundlegend verändern. Ich glaube, sie wird die Sichtweise von Unternehmen auf Finanzen verändern. Sie wird auch verändern, wie Hedgefonds Risiken managen und wie Arbitrageure ihre Positionen am Markt verwalten”. Dabei seien die Auswirkungen zweiter und dritter Ordnung noch gar nicht absehbar. Langfristig erwartet Walton, dass solche digitalen Kreditinstrumente deutlich mehr Kapital in Bitcoin fließen lassen werden.
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Derzeit liegt die annualisierte SATA-Dividende bei 13 Prozent und damit nochmals über dem Niveau von Stretch, wo Anleger zweimal im Monat eine Ausschüttung bekommen. Strive-CEO Matthew Cole nannte die tägliche Dividende eine “Zero-to-One-Innovation” und betonte darüber hinaus: “Heute ist Strive schuldenfrei, hat keine Margin-Anforderungen und keine belasteten Bitcoin-Bestände; eine Bilanz, die speziell darauf ausgelegt ist, von der Volatilität des Bitcoin zu profitieren. Wir freuen uns sehr, das nächste Kapitel für Strive zu enthüllen: The Daily Dividend Company”.
Wird Strive zur zweitgrößten Bitcoin-Treasury-Wette hinter MicroStrategy?
Erst im Mai des vergangenen Jahres startete Strive mit der Bitcoin-Strategie, doch nach dem jüngsten Millioneninvestment hält das Unternehmen bereits 19.105 BTC im Wert von 1,28 Milliarden US-Dollar, was mit Platz 7 unter den Bitcoin-Treasuries einhergeht. Laut Jeff Walton muss sich die Konkurrenz jetzt warm anziehen: “Wir werden sehr bald der zweitgrößte börsennotierte Bitcoin-Besitzer sein, und ich glaube, wir werden uns sehr schnell von der Masse abheben”.
Für die Vorzugsaktie SATA, die bei der Finanzierung neuer Bitcoin-Käufe eine wichtige Rolle spielen dürfte, visiert Strive eine Handelsspanne von 99 bis 101 US-Dollar an, um die Volatilität des Wertpapiers zu minimieren. Wer nicht an hohen, regelmäßigen Ausschüttungen, sondern an Kursgewinnen interessiert ist, sollte hingegen die Stammaktie ASST in Betracht ziehen. Diese korrigierte auf Jahressicht um 86 Prozent und notiert aktuell bei 16,7 US-Dollar, könnte in einem neuen Bullenmarkt aber analog zur MSTR-Aktie die zugrundeliegende Krypto-Leitwährung stark outperformen.
Ganz so komfortabel wie bei der Strive-Stammaktie (ASST), die unter anderem bei Trade Republic verfügbar ist, haben es deutsche Anleger bei SATA noch nicht. Die vergleichsweise junge Vorzugsaktie taucht stand heute nur eingeschränkt im Brokeruniversum auf. Wenn die Nachfrage groß genug wird, dürfte das innovative Wertpapier mit den täglichen Dividenden aber in absehbarer Zeit seinen Weg nach Deutschland und Europa finden, hatte 21Shares doch erst im Februar einen Strategy Yield ETP für Stretch gestartet. Perspektivisch könnte ein diversifizierter ETF auf gleich mehrere Bitcoin-nahe Vorzugsaktien für Privatanleger besonders attraktiv werden.
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