Kommentar
15:00 Uhr, 17.02.2026

BofA-Umfrage: Fondsmanager erwarten Gold-Gipfel erst bei 6.200 USD

Die Mehrheit der internationalen Fondsmanager traut dem Goldpreis einen weiteren kräftigen Anstieg zu. In der Februar-Umfrage der Bank of America liegt das erwartete zyklische Hoch im gewichteten Durchschnitt bei 6.200 USD je Feinunze.

Erwähnte Instrumente

  • Gold
    ISIN: XC0009655157Kopiert
    Kursstand: 4.869,26 $/oz. (JFD Brokers) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • Gold - WKN: 965515 - ISIN: XC0009655157 - Kurs: 4.869,26 $/oz. (JFD Brokers)

Fast jeder fünfte Befragte rechnet sogar mit Notierungen oberhalb von 7.000 USD. Zugleich glaubt ein ebenso großer Anteil, dass der Höhepunkt bereits erreicht sein könnte. Kaum ein anderes Asset polarisiert derzeit so stark.

Die monatliche Umfrage zählt zu den einflussreichsten Stimmungsindikatoren an den Finanzmärkten. Zwischen 200 und 400 institutionelle Investoren mit Vermögen in Billionenhöhe geben Auskunft über ihre Positionierung, Erwartungen und größten Risiken. Gerade weil viele Teilnehmer ähnlich denken, gilt das Stimmungsbild häufig als Kontraindikator. Extreme Positionierungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit abrupter Richtungswechsel.

Optimismus, aber mit Unterton

Auffällig ist die gleichzeitige Ausprägung von Zuversicht und Skepsis. Die Befragten zeigen sich so optimistisch für die Gewinnentwicklung der Unternehmen wie seit dem Spätsommer 2021 nicht mehr. Aktien und Rohstoffe werden so stark übergewichtet wie seit Jahren nicht. Die Risikobereitschaft ist hoch, die Liquiditätsquoten weiter sehr niedrig.

Doch unter der Oberfläche wächst das Unbehagen. So viele Investoren wie nie zuvor kritisieren, dass Unternehmen zu aggressiv investieren. Die Sorge vor Fehlallokationen nimmt zu. Als größtes Extremrisiko nennen die Fondsmanager eine mögliche Blasenbildung rund um künstliche Intelligenz. Die massiven Investitionen in Rechenzentren, Chips und Software wecken Erinnerungen an frühere Technologiezyklen, die mit Übertreibungen endeten.

25 % der Befragten halten eine mögliche "KI-Blase“ als größtes Extremrisiko, 30 % halten die massiven KI-Investitionen sogar für den wahrscheinlichsten Auslöser einer Kreditkrise. Entsprechend deutlich ist die Umschichtung: Die Netto-Übergewichtung von Technologiewerten ist binnen eines Monats von 19 % auf nur noch 5 % gefallen, so stark wie seit März 2025 nicht mehr. Kapital fließt stattdessen verstärkt in Energie, Rohstoffe und Basiskonsumgüter, ebenso in europäische und Schwellenländer-Aktien. Kleine und zyklische Werte entwickeln sich relativ besser als die großen Technologietitel, ein Signal, dass die lange dominierende Tech-Rally zunehmend an Breite verliert.

Vor diesem Hintergrund avanciert Gold zur beliebtesten Absicherung. "Long Gold“ gilt laut Umfrage als am stärksten übergewichteter Trade weltweit. Das Edelmetall steht für Stabilität in einem Umfeld geopolitischer Spannungen, hoher Staatsverschuldung und struktureller Unsicherheit über die künftige Geldpolitik.

Gerade diese Beliebtheit birgt jedoch Risiken. Wenn viele Investoren bereits positioniert sind, wird zusätzlicher Kaufdruck rar. Schon moderate Stimmungsumschwünge können dann deutliche Korrekturen auslösen. Die jüngsten Turbulenzen bei anderen Rohstoffen haben gezeigt, wie schnell überdehnte Positionierungen aufgelöst werden.

Parallel dazu haben die Befragten ihre Wetten gegen den US-Dollar so stark ausgeweitet wie seit mehr als einem Jahrzehnt nicht. Die verbreitete Erwartung sinkender US-Zinsen und einer schwindenden Dominanz der US-Währung prägen das Bild. Sollte sich dieses Narrativ als zu einseitig erweisen, dürfte auch das Gold unter Druck geraten.

Fazit: Die Investoren setzen auf weiter steigende Gewinne und eine robuste Konjunktur, sichern sich aber mit Rohstoffen und insbesondere Gold gegen Rückschläge ab. Die Cashquoten bleiben historisch niedrig.

Gold 5y
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    JFD Brokers

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