Analyse
07:18 Uhr, 23.02.2024

BASF - Es regnet wieder Dividende

BASF hatte seine Zahlen zum Geschäftsjahr 2023 bereits vorab am 19. Januar berichtet. Großartige Überraschungen standen bei der Vorlage der Bilanz heute also nicht mehr auf dem Programm, zumindest in der Rückschau.

Erwähnte Instrumente

  • BASF SE
    ISIN: DE000BASF111Kopiert
    Kursstand: 46,845 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
    VerkaufenKaufen
  • BASF SE - WKN: BASF11 - ISIN: DE000BASF111 - Kurs: 46,845 € (XETRA)

BASF hatte seine Gewinnerwartungen damals meilenweit verfehlt, doch Anleger schauen eben auch nicht mehr nur in den Rückspiegel, sondern bauen darauf, dass es mittelfristig wieder besser aussieht. Der BASF-Vorstand ist auch fleißig mit dem Umbau des Konzerns und der China-Geschäfte beschäftigt. Dazu zählen Entlassungen und der Verkauf von Sparten wie Wintershall oder dem umstrittenen Werk in der Uiguren-Region.

Dividende und Ausblick im Fokus

Analysten erwarten im Vorfeld der BASF-Zahlen, dass der Chemieriese 2024 den Umsatz mit 70 Mrd. EUR in etwa stabil halten kann. Das EBITDA soll bei 8,2 Mrd. EUR liegen und das EBIT bei 4,42 Mrd. EUR. Für die Dividende werden beständige 3,40 EUR pro Aktie veranschlagt.

BASF bestätigt sodann heute auch die Dividende von 3,40 EUR pro Aktie. „Die Finanzstärke von BASF unterstützt den Vorschlag einer stabilen Dividende“, heißt es schon in der Überschrift.

Für das EBITDA vor Sondereinflüssen erwartet der Konzern einen Wert zwischen 8 und 8,6 Mrd. EUR. Aufgrund höherer Investitionen soll sich der freie Cashflow nur auf 0,1 bis 0,6 Mrd. EUR (erwartet 2,19 Mrd. EUR) belaufen. Zudem sollen die Kosten in Ludwigshafen bis 2026 um jährlich 1 Mrd. EUR gedrückt werden. In China hingegen wird weiter fleißig investiert. 2024 soll der Höhepunkt der Investitionen sein.

Netto ist BASF wie im Vorjahr mit etwas über 16 Mrd. EUR verschuldet. „Die hohe Cash-Performance sind Belege für die anhaltende Finanzkraft von BASF, auch in herausfordernden Zeiten“, so BASF-CFO Elvermann.

Fazit: Die Dividende liegt im Rahmen der Erwartungen und erfreut die Aktionäre erneut mit einer Rendite von über 7 %. Der Ausblick beim operativen Gewinn liegt im Rahmen der Schätzungen. Der freie Cashflow wird hingegen deutlich schwächer ausfallen und könnte wieder Fragen zur Dividende im kommenden Jahr aufkommen lassen. Ein Umsatzziel wird hingegen nicht genannt. Am Ende bleiben durchwachsene Zahlen und eine hohe Dividendenrendite. Anleger warten bei der BASF-Aktie auf den nächsten Konjunkturaufschwung.

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Jahr 2023 2024e* 2025e*
Umsatz in Mrd. EUR 69,78 70,06 73,30
Ergebnis je Aktie in EUR 3,13 3,60 4,36
KGV 15 13 11
Dividende je Aktie in EUR 3,40 3,40 3,40
Dividendenrendite 7,26% 7,26% 7,26%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

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Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: BASF SE (long)

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Über den Experten

Sascha Gebhard
Sascha Gebhard
Redakteur

Sascha Gebhard hat nach einer klassischen Ausbildung zum Bankkaufmann im Laufe der Jahre bei verschiedenen Banken gearbeitet. Er absolvierte neben dem Beruf die Studiengänge zum Diplom-Betriebswirt (VWA) sowie den Finanz- und Investment Ökonom (VWA). Von 2008 bis 2016 war er als Eigenhändler auf eigene Rechnung an den Finanzmärkten aktiv. Weiterhin publizierte er für verschiedene Finanzverlage und schrieb zahlreiche Fachartikel rund um das Thema Börse. Die in den jeweiligen Diensten geführten Realgeld- sowie Musterdepots konnte stets überdurchschnittliche Renditen erwirtschaften. Sein Steckenpferd ist seit jeher der deutsche Aktienmarkt, wo er bestens vernetzt ist, und eine Vielzahl an Unternehmen bereits seit mehr als 15 Jahren aktiv verfolgt. Seit 2022 ist Sascha Gebhard fester Bestandteil des Redaktionsteams von stock3. Im Premium-Service Trademate betreut er das Depot "Deutsche Aktien".

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