Berenberg springt auf den Chemiezug mit auf
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- BASF SE - WKN: BASF11 - ISIN: DE000BASF111 - Kurs: 50,760 € (XETRA)
Analyst Sebastian Bray reagiert damit auf veränderte politische und marktseitige Rahmenbedingungen, die seine frühere skeptische Haltung relativieren.
Seit seiner Verkaufsempfehlung Mitte Oktober 2025 ist der Ergebniskonsens für den Chemiekonzern um rund 15 % gesunken. Damit habe sich ein zentraler Teil der ursprünglichen These bestätigt. Allerdings habe sich der Aktienkurs inzwischen deutlich erholt. Diese Gegenbewegung sei vor allem durch politische Impulse getrieben worden.
Politische Fantasie überlagert die Fundamentaldaten
Bray verweist insbesondere auf das deutsche Fiskalpaket sowie auf die Möglichkeit einer verlängerten Zuteilung kostenloser Emissionszertifikate über 2026 hinaus. Beide Faktoren nähren die Erwartung, dass energieintensive Industrien längerfristig entlastet werden könnten. Für BASF als größten Chemiekonzern Europas mit hohem Energiebedarf ist diese Perspektive von erheblicher Bedeutung.
Die Neubewertung signalisiert damit weniger die operative Trendwende als eine Verschiebung der Bewertungsparameter. Während die Ergebniserwartungen zuletzt nach unten korrigiert wurden, sorgt die Aussicht auf politische Veränderungen für einen Bewertungsaufschlag. Der Markt antizipiert offenbar, dass strukturelle Belastungen zumindest teilweise abgefedert werden.
Als Referenz nennt Bray den Stahlsektor. Dort habe politische Unterstützung die Kursentwicklung spürbar getragen. Das Beispiel zeige, wie weit eine Erholung reichen könne, wenn industriepolitische Maßnahmen greifen und Investoren Vertrauen in staatliche Rückendeckung gewinnen.
Für BASF bleibt das operative Umfeld anspruchsvoll. Schwache Konjunkturimpulse aus Europa, volatile Energiepreise und ein intensiver globaler Wettbewerb lasten weiterhin auf den Margen. Gleichzeitig arbeitet der Konzern an strukturellen Anpassungen, darunter Kostensenkungen und Portfoliooptimierungen.
Fazit: Der Chemiezug ist aus dem Bahnhof gerollt. Ob er noch Fahrt aufnehmen kann, so wie die Stahlaktien, die sich teilweise vervielfacht hatten, muss man abwarten. Sowohl bei ThyssenKrupp (TKMS-Börsengang) als auch Salzgitter (Aurubis-Beteiligung) gab es Sonderthemen. Eines steht aber fest: Wenn ein Sektor abgeschrieben wurde, muss das für die Kursentwicklung nichts Negatives bedeuten. Im Faschingsjargon: Ob der Zug noch Bremsen hat, wird sich bald zeigen...
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| Jahr | 2025e* | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. EUR | 61,10 | 61,33 | 63,10 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 2,73 | 2,57 | 3,26 |
| KGV | 18 | 20 | 15 |
| Dividende je Aktie in EUR | 2,25 | 2,30 | 2,40 |
| Dividendenrendite | 4,46% | 4,55% | 4,75% |
|
*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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