Analyse
09:45 Uhr, 10.02.2026

Goldman Sachs sieht mögliche Trendwende im Chemiesektor

Eine deutlich optimistischere Einschätzung der europäischen Chemiebranche durch Goldman Sachs sorgt am Dienstag für kräftige Erholungen bei aussgewählten Chemieaktien.

Erwähnte Instrumente

  • Evonik Industries AG
    ISIN: DE000EVNK013Kopiert
    Kursstand: 15,850 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • LANXESS AG
    ISIN: DE0005470405Kopiert
    Kursstand: 21,180 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
    VerkaufenKaufen
  • Evonik Industries AG - WKN: EVNK01 - ISIN: DE000EVNK013 - Kurs: 15,850 € (XETRA)
  • LANXESS AG - WKN: 547040 - ISIN: DE0005470405 - Kurs: 21,180 € (XETRA)
  • BASF SE - WKN: BASF11 - ISIN: DE000BASF111 - Kurs: 50,540 € (XETRA)
  • Symrise AG - WKN: SYM999 - ISIN: DE000SYM9999 - Kurs: 76,180 € (XETRA)

Besonders stark profitieren Evonik und Symrise. Analystin Georgina Fraser verlässt nach Monaten der Zurückhaltung die defensive Positionierung und setzt erstmals wieder klar prozyklisch auf Europas Chemiewerte.


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Evonik rückt zurück in den Fokus der Anleger

Am deutlichsten fällt die Kehrtwende bei Evonik aus. Goldman Sachs hebt das Kursziel von 11,60 auf 18 EUR an und dreht die Empfehlung von "Sell“ auf "Buy“.

Fraser begründet ihre Neubewertung mit einer spürbar höheren Geschäftsdynamik und einer allmählichen Normalisierung des Branchenumfelds. Die Belastung durch die Dividendenkürzung sei aus ihrer Sicht "eingepreist“ und damit erledigt. Zugleich sieht sie Evonik gut positioniert, um von einer konjunkturellen Erholung überproportional zu profitieren.

Symrise setzt Bodenbildung fort

Auch bei Symrise wird Goldman Sachs optimistischer. Die Analystin stuft den Hersteller von Aromen und Duftstoffen auf "Buy“. Symrise gilt im Sektor als vergleichsweise defensiv, profitiert nun aber ebenfalls von der Aussicht auf eine zyklische Belebung der Nachfrage.

Deutlich skeptischer zeigt sich Fraser hingegen beim Schweizer Wettbewerber Givaudan. Eine Verkaufsempfehlung lässt die Papiere des Marktführers schwanken und unterstreicht, dass Goldman Sachs innerhalb des Sektors stärker differenziert.

Neben Evonik rückt auch Lanxess wieder stärker in den Blick der Analysten. Goldman Sachs hebt das Kursziel von 10 auf 23 EUR an und erhöht die Einstufung von "Sell“ auf "Neutral“. Zwar bleibt Fraser vorsichtig, doch auch hier wird der zyklische Hebel auf eine konjunkturelle Erholung neu bewertet.

Fazit: Kommt die konjunkturelle Erholung in Deutschland und Europa könnten sich die Chemietitel stark erholen. Dazu zählt auch BASF, hier wurde das Kursziel von 48 EUR auf 62 EUR erhöht.Weitere kleinere Aktien wie Nabaltec könnte dann auch wieder gefragt sein. Ein zyklischer Aufschwung führt nicht selten zu Kursverdopplungen oder mehr in diesem Sektor. Die Stahlaktien haben es bereits vorgemacht. Nach dem langen Abwärtstrend, müssen aber jetzt erst einmal nachhaltige Bodenbildungen gelingen.

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