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Aluminium: Rekordhohe chinesische Produktion

Die chinesische Aluminiumproduktion ist im Mai gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent auf 3,42 Millionen Tonnen gestiegen. Auf Monatsbasis ist dies ein Rekordhoch. Die Stahlproduktion hat seit dem Tief im letzten November um fast 40 Prozent zugelegt.

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Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Die Stimmung an den Märkten bleibt angeschlagen, auch wenn besser als erwartete Konjunkturdaten aus China den Metallpreisen heute Morgen Unterstützung geben. Nach abermals teilweise kräftigen Verlusten steigt Kupfer auf rund 9.300 US-Dollar je Tonne. Aluminium handelt mit knapp 2.600 US-Dollar je Tonne immerhin leicht über seinem gestern verzeichneten Siebenmonatstief, wie Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

In China sei die Industrieproduktion im Mai gemäß Daten des Nationalen Statistikbüros (NBS) auf den Wachstumspfad zurückgekehrt und überraschend um 0,7 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen. Die Anlageinvestitionen seien ebenfalls etwas besser ausgefallen als erwartet (plus 6,2 Prozent), heißt es weiter.

„Noch ist es unseres Erachtens aber zu früh, hier schon Entwarnung zu geben. Denn zum Beispiel in Shanghai und Peking wurden zuletzt erneut Stadtviertel abgeriegelt, um nach Corona-Ausbrüchen Massentests durchzuführen. Die im Mai gesehene wirtschaftliche Erholung könnte also auf wackeligen Beinen stehen“, so Briesemann.

Wie das NBS heute ebenfalls berichtet habe, sei die chinesische Aluminiumproduktion im Mai gegenüber Vorjahr um 3,1 Prozent auf 3,42 Millionen Tonnen gestiegen. Auf Monatsbasis sei dies ein Rekordhoch, auf Tagesbasis habe die Produktion aber unter dem Höchstwert des Vormonats gelegen. Die Stahlproduktion sei dagegen im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent auf 96,6 Millionen Tonnen (3,12 Millionen Tonnen pro Tag) gefallen. Dies sei allerdings die größte Menge seit einem Jahr gewesen. Seit dem Tief letzten November sei die Stahlproduktion um fast 40 Prozent gestiegen. Bis zum Rekordhoch fehle nicht mehr viel, heißt es weiter.

„Die Aluminium- und Stahlproduktion wurde unter anderem wohl deshalb ausgeweitet, da die chinesische Regierung zur Stützung der Wirtschaft mehr Investitionen in die Infrastruktur angekündigt hat. Zudem hat sich die Energieknappheit des zweiten Halbjahres 2021, die die Produktion stark beeinträchtigt hat, deutlich verringert“, so Briesemann.

Daher hätten in verschiedenen Provinzen Schmelzen und Hochöfen ihre Produktion wieder aufgenommen und es seien neue Kapazitäten hinzugefügt worden. Da die chinesischen Behörden seit einiger Zeit weitgehend die Kohlepreise im Land kontrollierten, würden dadurch auch die Produktionskosten der Schmelzen in Schach gehalten, so dass sich eine höhere Produktion offenbar lohne, heißt es abschließend.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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