Der Iran-Krieg setzt institutionelle Investoren unter massiven Druck
Die geopolitische Eskalation im Nahen Osten zwingt institutionelle Investoren zu drastischen Portfolio-Umschichtungen.
Die geopolitische Eskalation im Nahen Osten zwingt institutionelle Investoren zu drastischen Portfolio-Umschichtungen.
Auch wenn die Aktien von Ölunternehmen entgegen dem allgemeinen Trend seit Kriegsbeginn steigen konnten, sind die Kursgewinne bisher moderat. Kommt die große Rally erst noch?
In der Nacht haben Berichte über einen neuen 15-Punkte-Friedensplan der USA den Ölpreis gedrückt und zu deutlichen Kursgewinnen in Asien geführt. Doch der Iran hat Verhandlungen inzwischen erneut eine Absage erteilt.
Politische und geopolitische Börsen haben im Normalfall kurze Beine. Trifft dies auch dieses Mal zu, ist der Moment für Käufe zum Greifen nah.
Für den Aktienmarkt ist diese Woche wahrscheinlich die entscheidende. Entschieden wird, ob aus dem Rücksetzer ein Bärenmarkt wird.
Neue Friedenshoffnungen haben am Montag ein wahres Kursfeuerwerk ausgelöst, nachdem die Börsen zunächst schwächer in die Woche gestartet waren. Unterdessen dürften Konjunkturdaten im Wochenverlauf zeigen, wie sehr der Krieg im Nahen Osten die Wirtschaft wirklich belastet. (Fundamentaler Wochenausblick)
Die USA setzen geplante Militärschläge gegen iranische Energieinfrastruktur für fünf Tage aus, nachdem nach Angaben von Präsident Donald Trump "sehr gute und produktive Gespräche“ mit Teheran geführt wurden.
Rund 20 Mio. Barrel Öl pro Tag passieren die Straße von Hormus, rund ein Fünftel des globalen Handels. Es ist die empfindlichste Nahtstelle der Weltwirtschaft. Genau dort hat sich der Konflikt zwischen den USA und Iran festgebissen.
Bei hoher Unsicherheit sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Einige Investmentbanken halten bereits einen Ölpreis im Bereich von 160 Dollar für möglich. Die Folgen wären katastrophal. So scheint es zumindest.
Nach dem Angriff des Irans auf Katars Flüssiggasanlagen schnellt der europäische Gaspreis um mehr als 20 % in die Höhe, was die europäischen Aktienmärkte und besonders den DAX belastet.