Trump erklärt Iran jetzt einen neuen Wirtschaftskrieg
Donald Trump verschärft den Druck auf den Iran, setzt dabei jedoch zunehmend auf wirtschaftliche statt militärische Mittel.
Donald Trump verschärft den Druck auf den Iran, setzt dabei jedoch zunehmend auf wirtschaftliche statt militärische Mittel.
Nach mehreren Hitzewellen freuen sich die meisten über tiefere Temperaturen und können den Herbst und Winter kaum erwarten. Herbst und Winter bedeuten aber Krise.
Das wird Trump nicht gefallen: Iran knüpft die vollständige Öffnung der Straße von Hormus an umfassende Zugeständnisse der USA. Teheran versucht, seine militärische Kontrolle über die Meerenge in dauerhafte politische Rechte zu überführen.
Die USA planten den größten Militärschlag seit dem Zweiten Weltkrieg, das behauptete zumindest der US-Präsident. Druck der Verbündeten und die ökonomischen Folgen der Hormus-Blockade zwingen Trump nun zur abermaligen diplomatischen Kehrtwende. Ein riskantes Spiel auf Zeit vor den US-Zwischenwahlen im November.
Noch am Vorabend wurde von angeblichen Fortschritten bei der Beilegung des Iran-Konflikts berichtet. Doch am Mittwoch ist wieder alles anders.
Medienberichte über neue Fortschritte zur Beendigung des Iran-Kriegs geben den Aktienmärkten am Dienstag Auftrieb, während der Brent-Ölpreis deutlich korrigiert.
Die Aktienkurse der Big-Oil-Unternehmen stehen heute nur unwesentlich höher als vor Beginn des Irankriegs. Die großen Gewinner sind sie also nicht. Das sind andere.
Die Entspannung im Iran-Konflikt sorgt für Erleichterung an den Börsen: Der Ölpreis fällt kräftig und die Aktienmärkte starten mit deutlichen Gewinnen in die Woche. Mit dem Fed-Zinsentscheid und den Quartalszahlen von Microsoft, Meta, Apple und Amazon steht die wohl wichtigste Woche des Börsensommers an.
Der US-Präsident glaubt offenbar nicht mehr an einen Verhandlungsfrieden mit Teheran. Washington verlegt weitere Truppen in die Region, die strategische US-Ölreserve fällt auf ein 43-Jahres-Tief und die Republikaner bangen um die Midterm-Wahlen im November.
Seit Februar ist die Straße von Hormus dicht. Riad leitet seither täglich Millionen Barrel über eine Pipeline ans Rote Meer. Diese Route nehmen die Huthi jetzt unter Beschuss. Ein wichtiger Puffer des Ölmarkts ist gefährdet.