Trump kündigt "harte" Angriffe auf Iran an
Noch am Vorabend wurde von angeblichen Fortschritten bei der Beilegung des Iran-Konflikts berichtet. Doch am Mittwoch ist wieder alles anders.
Noch am Vorabend wurde von angeblichen Fortschritten bei der Beilegung des Iran-Konflikts berichtet. Doch am Mittwoch ist wieder alles anders.
Medienberichte über neue Fortschritte zur Beendigung des Iran-Kriegs geben den Aktienmärkten am Dienstag Auftrieb, während der Brent-Ölpreis deutlich korrigiert.
Die Aktienkurse der Big-Oil-Unternehmen stehen heute nur unwesentlich höher als vor Beginn des Irankriegs. Die großen Gewinner sind sie also nicht. Das sind andere.
Die Entspannung im Iran-Konflikt sorgt für Erleichterung an den Börsen: Der Ölpreis fällt kräftig und die Aktienmärkte starten mit deutlichen Gewinnen in die Woche. Mit dem Fed-Zinsentscheid und den Quartalszahlen von Microsoft, Meta, Apple und Amazon steht die wohl wichtigste Woche des Börsensommers an.
Der US-Präsident glaubt offenbar nicht mehr an einen Verhandlungsfrieden mit Teheran. Washington verlegt weitere Truppen in die Region, die strategische US-Ölreserve fällt auf ein 43-Jahres-Tief und die Republikaner bangen um die Midterm-Wahlen im November.
Seit Februar ist die Straße von Hormus dicht. Riad leitet seither täglich Millionen Barrel über eine Pipeline ans Rote Meer. Diese Route nehmen die Huthi jetzt unter Beschuss. Ein wichtiger Puffer des Ölmarkts ist gefährdet.
Weder der Iran noch die USA wollen eine erneute Eskalation. Dennoch ist genau das geschehen. Jetzt beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit.
Nach dem Tod mehrerer US-Soldaten haben die USA ihre Angriffe auf den Iran weiter intensiviert. Der Brent-Ölpreis ist wieder auf über 90 US-Dollar je Barrel geklettert.
Teheran blockiert die derzeit noch wichtigste Öl-Wasserstraße der Welt und setzt Washington unter Druck. Doch jede Attacke auf einen Tanker beschleunigt die Entschlossenheit für den Bau von Alternativen, die dem Iran langfristig dieses Druckmittel nehmen.
Einen Tag nach der Ankündigung einer Durchfahrtsgebühr für die Straße von Hormus hat US-Präsident Donald Trump seine Idee am Dienstag wieder zurückgenommen.