Entscheidende Woche für die Börse
Für den Aktienmarkt ist diese Woche wahrscheinlich die entscheidende. Entschieden wird, ob aus dem Rücksetzer ein Bärenmarkt wird.
Für den Aktienmarkt ist diese Woche wahrscheinlich die entscheidende. Entschieden wird, ob aus dem Rücksetzer ein Bärenmarkt wird.
Neue Friedenshoffnungen haben am Montag ein wahres Kursfeuerwerk ausgelöst, nachdem die Börsen zunächst schwächer in die Woche gestartet waren. Unterdessen dürften Konjunkturdaten im Wochenverlauf zeigen, wie sehr der Krieg im Nahen Osten die Wirtschaft wirklich belastet. (Fundamentaler Wochenausblick)
Die USA setzen geplante Militärschläge gegen iranische Energieinfrastruktur für fünf Tage aus, nachdem nach Angaben von Präsident Donald Trump "sehr gute und produktive Gespräche“ mit Teheran geführt wurden.
Rund 20 Mio. Barrel Öl pro Tag passieren die Straße von Hormus, rund ein Fünftel des globalen Handels. Es ist die empfindlichste Nahtstelle der Weltwirtschaft. Genau dort hat sich der Konflikt zwischen den USA und Iran festgebissen.
Bei hoher Unsicherheit sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Einige Investmentbanken halten bereits einen Ölpreis im Bereich von 160 Dollar für möglich. Die Folgen wären katastrophal. So scheint es zumindest.
Nach dem Angriff des Irans auf Katars Flüssiggasanlagen schnellt der europäische Gaspreis um mehr als 20 % in die Höhe, was die europäischen Aktienmärkte und besonders den DAX belastet.
Bisher haben Anleger auf den Krieg und Ölpreisschock mit ungewöhnlicher Ruhe reagiert. Die sonst übliche Reaktion (Crash) blieb aus. Das macht es für die Börse nicht besser.
Wer glaubt, dass der Brent und WTI Preis darüber Aufschluss geben, liegt falsch. Es sind nur zwei Preise von vielen. Die Bandbreite an Ölpreisen ist derzeit sehr groß.
Die USA versuchen, Energiepreise in den Griff zu bekommen. Ob das gelingt, ist fraglich. Das Potenzial für eine Rezession in vielen Teilen der Welt ist real.
Die derzeitige Lage ist nicht nur schwierig, sie beschreibt den größten Schock seit 1979 in Bezug auf den Ölpreis, die Transportsicherheit und die Geopolitik. Wieso geht niemand hin?