EUR/USD: Deutsche Erzeugerpreise mit neuem Rekordanstieg
Die deutschen Erzeugerpreise sind im Mai um 1,6 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Auf Jahressicht ergibt sich mit einer Teuerungsrate von 33,6 Prozent der sechste Rekordanstieg in Folge.
Die deutschen Erzeugerpreise sind im Mai um 1,6 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Auf Jahressicht ergibt sich mit einer Teuerungsrate von 33,6 Prozent der sechste Rekordanstieg in Folge.
Die Inflation zeigt bisher kaum Ermüdungszeichen. Die Erzeugerpreise, die als vorlaufender Indikator für die Verbraucherpreise gelten, stiegen im Mai auf Jahressicht schon wieder mit einem neuen Rekordtempo. Im Vormonatsvergleich hat sich der Anstieg allerdings etwas verlangsamt.
Die Inflation in der Eurozone ist im Mai laut endgültiger Veröffentlichung wie bereits gemeldet auf 8,1 Prozent im Jahresvergleich geklettert – ein Rekordhoch.
Die Bank of Japan (BoJ) hat sich bei ihrem Notenbanktreffen am Freitag dem weltweiten Trend zu steigenden Zinsen im Kampf gegen die hohe Inflation widersetzt und ihre ultralockere Geldpolitik beibehalten.
Die Risiken für eine Rezession in den USA sind nach Einschätzung von Christian Scherrmann, US-Volkswirt bei der DWS, jetzt eindeutig noch weiter gestiegen.
Die Federal Reserve Bank (Fed) hat am Mittwochabend zur Eindämmung der hohen Inflation von zuletzt 8,6 Prozent ihren Leitzins um 75 Basispunkte auf eine Spanne von nun 1,50 bis 1,75 Prozent angehoben. Die Zinserhöhung ist die größte seit 1994.
Marktbeobachter gehen mittlerweile davon aus, dass die Fed zur Bekämpfung der hohen Inflation die Leitzinsen bei ihrem heutigen Treffen um 75 Basispunkte anheben wird. Laut Fedwatch-Tool der CME ist die diesbezügliche Wahrscheinlichkeit auf 95 Prozent geklettert.
Marktbeobachter gehen mittlerweile davon aus, dass die Fed zur Bekämpfung der hohen Inflation die Leitzinsen bei ihrem heutigen Treffen um 75 Basispunkte anheben wird. Laut Fedwatch-Tool der CME ist die diesbezügliche Wahrscheinlichkeit auf 95 Prozent geklettert.
Auch wenn sich der Anstieg der US-Erzeugerpreise im Mai auf Jahressicht etwas verlangsamt hat, wäre es wohl zu früh, von einer Trendwende auszugehen.
Nach Einschätzung von Chris Iggo, CIO Core Investments bei AXA Investment Managers, führen das Risiko einer dauerhaft höheren Inflation, die Unsicherheit über den finalen Zinssatz und die wirtschaftliche Entwicklung zu nervösen Märkten. Dazu kommen das Ende der Globalisierung und ein instabiler Energiemarkt.