Was Steuer-Profis im Bärenmarkt tun (Du wahrscheinlich nicht)
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Im Bärenmarkt sehen viele nur rote Zahlen – Krypto-Profis sehen dagegen Verlustverrechnung, Verlustvortrag und steuerliche Gestaltungsspielräume. Während andere Verluste aussitzen, senken sie aktiv ihre Steuerlast, bauen steuerliche Puffer für den nächsten Bullenmarkt auf und haben am Ende oft sogar mehr Nettovermögen als zuvor.
Blockpit automatisiert Krypto-Steuern für über 100.000 Portfolios in Europa. In unseren anonymisierten Daten zeigt sich ein klares Muster: Erfolgreiche Anleger handeln nicht zufällig – sie nutzen gezielt die Mechanik des deutschen Steuerrechts und sparen im Durchschnitt 2395€ pro Jahr.
Zusammen mit Steuerberaterin Afra Stöhr erklären wir in diesem Guide, welche steuerlichen Hebel im Bärenmarkt besonders wirksam sind – und wie du sie rechtssicher für dein eigenes Portfolio einsetzen kannst.
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Kurzfassung: Die Profi-Strategien im Überblick
|
Strategie |
Was Profis tun |
Warum es wirkt |
|
Verlustverrechnung |
Verluste gezielt innerhalb der Haltefrist realisieren |
Senkt unmittelbar die aktuelle Steuerlast |
|
Verlustvortrag |
Nicht genutzte Verluste in kommende Jahre übertragen |
Schafft einen Steuerpuffer für den nächsten Bullenmarkt |
|
Verlustrücktrag |
Verluste ins Vorjahr zurücktragen |
Reduziert bereits versteuerte Gewinne |
|
HODL Tax Loss Harvesting |
Verlust generieren, ohne langfristig aus der Position auszusteigen |
Portfolio bleibt erhalten, steuerlicher Effekt entsteht |
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Reward-Management |
Staking-Einnahmen teilweise in Stablecoins sichern |
Vermeidet Liquiditätsprobleme bei der Steuer |
|
Dokumentation |
Transaktionen vollständig erfassen und bereinigen |
Sicherheit bei DAC8-Meldungen und ruhiger Schlaf bei Rückfragen |
Du siehst dir das lieber als Video an? Dann hier entlang:
1. Verlustverrechnung: Geld liegt im Minus – oder auf der Straße?
Im Bärenmarkt halten viele Anleger verlustreiche Coins einfach weiter und hoffen auf bessere Kurse. Dabei übersehen sie, dass Verluste steuerlich genutzt werden können. Wer innerhalb der einjährigen Haltefrist verkauft, realisiert einen steuerlich anrechenbaren Verlust aus einem privaten Veräußerungsgeschäft (§ 23 EStG) und kann diesen mit steuerpflichtigen Krypto-Gewinnen verrechnen.
Profis prüfen deshalb systematisch:
- Liegt die Haltedauer unter einem Jahr?
- Gibt es im selben Steuerjahr Gewinne?
- Lässt sich der Verlust gezielt realisieren?
Laut Steuerberaterin Afra Stöhr sind Verluste im Bärenmarkt „kein Scheitern, sondern ein steuerlicher Hebel“. Blockpit-Daten zeigen: Konsequente Steueroptimierung spart durchschnittlich 2.395 € pro Portfolio.
Wichtig: Nach Ablauf der Haltefrist sind Verluste steuerlich nicht mehr nutzbar.
2. Verlustvortrag & Verlustrücktrag
Was aber, wenn aktuell gar keine Gewinne vorhanden sind? Lohnt es sich dann überhaupt, Verluste zu realisieren? Ja – denn Profis denken über das laufende Steuerjahr hinaus.
Verlustvortrag
Nicht verrechnete Verluste können unbegrenzt in zukünftige Steuerjahre übertragen werden. So entsteht ein steuerlicher Puffer für kommende Gewinne – etwa im nächsten Bullenmarkt.
Verlustrücktrag
Verluste können außerdem in das unmittelbar vorangegangene Steuerjahr zurückgetragen werden. Wurden dort Gewinne versteuert, kann das zu einer Steuerrückerstattung führen.
Kurz gesagt: Verluste sind nicht nur eine Reaktion auf fallende Kurse – sondern ein strategisches Steuerinstrument.
3. HODL Tax Loss Harvesting: Verlust generieren, investiert bleiben
HODL Tax Loss Harvesting ist eine Strategie für langfristige Investoren. Ziel ist es, einen steuerlich nutzbaren Verlust zu realisieren, ohne langfristig aus der Position auszusteigen.
Die Idee: Ein ursprünglich steuerfreier Coin wird in einer Hochphase verkauft und kurz danach wieder gekauft. Fällt der Kurs innerhalb der neuen Haltefrist, kann ein Verlust realisiert werden.
Beispiel anhand Bitcoin (vereinfacht)
|
Zeitpunkt |
Aktion |
Anschaffungskosten |
Effekt |
|
1 |
Kauf BTC |
200 € |
Anschaffung von 1 BTC |
|
2 |
Steuerfrei verkauft & kurz danach zurückgekauft |
12.000 € |
Neuer BTC mit höheren Anschaffungskosten, Haltefrist beginnt neu |
|
3 (Bärenmarkt) |
Verkauf bei 5.000 € (innerhalb 1 Jahr nach Zeitpunkt 2) & Rückkauf |
5.000 € |
Verlust von 7.000 € realisiert, weiterhin 1 BTC im Portfolio |
Ergebnis:
- 000 € steuerlich nutzbarer Verlust
- Verrechenbar mit Trading-Gewinnen
- Oder als Verlustvortrag für kommende Jahre nutzbar
- Portfolio bleibt langfristig investiert
Worauf du achten musst
- Verkauf muss innerhalb eines Jahres nach dem Rückkauf erfolgen
- Kurs muss innerhalb dieser Frist fallen
- Saubere Dokumentation ist entscheidend
Steuerberaterin Afra Stöhr warnt: „Die steuerliche Logik ist grundsätzlich zulässig. Problematisch wird es jedoch, wenn Transaktionen ausschließlich steuerlich motiviert sind und kein wirtschaftlicher Hintergrund erkennbar ist. In solchen Fällen kann das Finanzamt Gestaltungsmissbrauch annehmen. Je größer der zeitliche Abstand zwischen Kauf und Rückkauf und je plausibler die wirtschaftliche Begründung, desto geringer ist dieses Risiko.“
Wichtige Einordnung: Kein Kurs ist vorhersehbar – die Strategie bleibt mit Marktrisiko verbunden. Steigt der Preis weiter, besitzt du nach einem Jahr erneut einen steuerfreien Coin. Fällt der Kurs jedoch innerhalb der Haltefrist, kann ein steuerlich nutzbarer Verlust entstehen. Aufgrund der komplexen Haltedauer- und Transaktionslogik ist eine präzise Dokumentation entscheidend – idealerweise mit einem spezialisierten Krypto-Steuer-Tool wie Blockpit.
4. Die größte Steuerfalle im Bärenmarkt: Staking & Rewards
Staking-, Lending- oder Mining-Rewards werden in Deutschland zum Zeitpunkt des Zuflusses besteuert. Maßgeblich ist der Euro-Wert beim Erhalt – nicht der spätere Kurs.
Beispiel:
Rewards erhalten: 1.000 €
Marktwert später: 100 €
Die Steuer wird trotzdem auf 1.000 € berechnet.
Gerade im Bärenmarkt kann dadurch ein Liquiditätsproblem entstehen.
Profis reagieren deshalb frühzeitig:
- Rewards mit Blockpit überwachen
- Steuerpflicht und 256 € Freigrenze beachten
- Teilweise Umtausch in Stablecoins zur Sicherung der Steuerliquidität
Staking kann attraktive Renditen bringen – ohne Steuerstrategie wird es jedoch schnell zur Steuerfalle.
5. Der unterschätzte Hebel im Bärenmarkt: Dokumentation strategisch nutzen
Ein Bärenmarkt ist die ideale Phase, um dein Portfolio steuerlich zu strukturieren.
Mit DAC8 steigt der Druck zusätzlich: Seit 2026 erfassen Kryptobörsen Transaktionsdaten und melden sie ab 2027 automatisch an Steuerbehörden. Unvollständige Angaben fallen dadurch schneller auf.
Checkliste für saubere Dokumentation:
- alte Börsenkonten prüfen
- Assets auf eigene Wallets übertragen
- alle Transaktionen vollständig importieren
- Wallets und Börsen in Blockpit integrieren
- Hinweise und Datenlücken bereinigen
Je früher du Ordnung schaffst, desto einfacher wird später die Steuererklärung.
Mit Blockpit setzt du diese Strategien einfach um
- Sofort starten – kostenlos. Registrierung nur mit E-Mail, keine Zahlungsdaten erforderlich.
- Haltedauern einfach im Blick behalten
- Unrealisierte Verluste erkennen und gezielt für die Steueroptimierung nutzen.
- Staking- und Reward-Einkünfte transparent tracken, inklusive Zuflusswert.
- Mittelherkunftsnachweis erstellen – ideal für Bank- oder Behördenanfragen.
- Rechtskonforme Steuerberichte per Klick generieren – vorbereitet für deine Steuererklärung.
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Disclaimer: Die Inhalte dieses Textes sind mit größter Sorgfalt recherchiert und nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Für Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Dieser Text ist keine steuerliche Beratung. Informiere Dich bei weiteren Fragen bitte bei einem Steuerberater.
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