Analyse
09:50 Uhr, 22.04.2026

TUI - Da ist die (erwartete) Gewinnwarnung

Der weltgrößte Reisekonzern TUI AG sieht sich erneut mit den Grenzen seiner eigenen Prognosefähigkeit konfrontiert. Während die operative Erholung intakt bleibt, zwingt der anhaltende Irankonflikt das Management zu mehr Vorsicht und zu einer spürbaren Korrektur der Erwartungen für das Gesamtjahr.

Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 stellt TUI eine Verbesserung des bereinigten EBIT in Aussicht. Zu konstanten Wechselkursen soll das Ergebnis um 5 Mio. EUR bis 25 Mio. EUR über dem Vorjahreswert liegen, der bei -207 Mio. EUR lag. Treiber dieser Entwicklung ist vor allem die laufende Transformation im Segment Märkte + Airline.

Allerdings bleibt die Belastung durch geopolitische Risiken erheblich. Allein im März summierten sich die Auswirkungen des Irankriegs auf rund 40 Mio. EUR. Darin enthalten sind insbesondere Kosten für Rückholaktionen sowie operative Störungen im laufenden Geschäft.

Auch im ersten Halbjahr kann der Konzern operativ zulegen. Doch die Unsicherheit über die Dauer und Intensität des Konflikts im Nahen Osten belastet die kurzfristige Visibilität, ein entscheidender Faktor in einem stark vorbuchungsgetriebenen Geschäft wie der Touristik. Daraus folgt eine nun deutliche Gewinnwarnung.

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