Analyse
08:30 Uhr, 02.06.2026

ABIVAX-Aktie crasht nach eigentlich guten Studiendaten

Für Abivax könnte sich eine jahrelange Wette auf die Forschung auszahlen. Der französische Biotechnologiekonzern hat mit seinem Hoffnungsträger Obefazimod in einer entscheidenden Phase-III-Studie bei Colitis ulcerosa Ergebnisse erzielt, die selbst optimistische Erwartungen übertroffen haben.

Die Daten stärken nicht nur die Chancen auf eine Zulassung in den USA, sondern könnten auch die seit Monaten kursierenden Übernahmespekulationen weiter anheizen.

In der 44-wöchigen Studie erreichten 50,8 % der Patienten unter der 25-Milligramm-Dosis sowie 51,3 % unter der höheren 50-Milligramm-Dosis eine klinische Remission. In der Placebogruppe lag dieser Wert lediglich bei 10,4 %. Bereinigt um den Placeboeffekt ergibt sich damit eine Remissionsrate von 39,3 % beziehungsweise 40,3 %. Nach Einschätzung von Analysten handelt es sich um die bislang höchsten placeboadjustierten Remissionsraten, die in einem großen Colitis-ulcerosa-Programm berichtet wurden.

Die Daten liegen deutlich über den Erwartungen vieler Investoren. Die Analysten von Piper Sandler hatten vor der Veröffentlichung darauf hingewiesen, dass bereits placeboadjustierte Remissionsraten von 25 % als überzeugend gegolten hätten. Abivax plant nun, noch im Laufe des Jahres einen Zulassungsantrag bei der US-Arzneimittelbehörde FDA einzureichen. Dennoch wurde auch Wasser in den Wein gegossen, denn es gab unerwartete Krebsfälle in der Studie zu verzeichnen.

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