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10:32 Uhr, 19.01.2024

Platin: WPIC erwartet in den kommenden Jahren Angebotsdefizite

Der World Platinum Investment Council (WPIC) rechnet in den nächsten Jahren mit Angebotsdefiziten am Platinmarkt, die zwischen 2025 und 2028 durchschnittlich sieben Prozent der Platinnachfrage ausmachen sollen.

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    Kursstand: 913,94 $/oz. (JFD Brokers) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Der World Platinum Investment Council (WPIC) hat in dieser Woche einen aktualisierten Fünfjahresausblick für den Platinmarkt veröffentlicht. Die wesentliche Aussage ist, dass der WPIC im gesamten Prognosehorizont Angebotsdefizite erwartet, die zwischen 2025 und 2028 durchschnittlich sieben Prozent der Platinnachfrage ausmachen sollen, wie Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch in der heutigen Ausgabe von „Rohstoffe Aktuell“ schreibt.

„Im Vergleich zum vorherigen Ausblick im Juni 2023 wurde die Prognose für das Primärangebot (Minenproduktion) um durchschnittlich zwei Prozent reduziert, das Sekundärangebot (Recycling) um sechs Prozent. Die Nachfrage aus der Automobilindustrie soll verglichen mit der bisherigen Prognose elf Prozent niedriger ausfallen, die Nachfrage aus der übrigen Industrie dagegen ein Prozent höher. Die Prognose für die (Netto-)Investmentnachfrage wurde um 30.000 Unzen reduziert“, so Fritsch.

Abwärtsrisiken sehe der WPIC für das Angebot. Das liege vor allem an dem gesunkenen Preisniveau, wodurch der WPIC auf Basis der für das Finanzjahr 2022 genannten Produktionskosten 25 Prozent des Primärangebots von Platinmetallen in der Verlustzone sehe. Als andere Risiken nenne der WPIC die unsichere Stromversorgung in Südafrika und mögliche Sanktionen gegen das Platinangebot aus Russland. Die Angebotsdefizite könnten also noch größer ausfallen, heißt es weiter.

„Nennenswert beeindruckt zeigte sich der Platinpreis davon nicht. Zeitweise rutschte er sogar deutlich unter die Marke von 900 US-Dollar je Feinunze auf das niedrigste Niveau seit zwei Monaten. Dies lag aber eher am allgemein negativen Umfeld für Edelmetalle. Wir sehen für den Platinpreis beträchtliches Erholungspotenzial“, so Fritsch.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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