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Peking ist die Yuan-Stärke ein Dorn im Auge

Die Stärke des Yuan treibt Peking um. Nun zielen Regierung und Zentralbank auf eine Begrenzung des spekulativen Drucks.

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Peking (Godmode-Trader.de) - Die chinesische Regierung will der jüngsten Aufwertung des Yuan nicht mehr tatenlos zusehen.

Das China Foreign Exchange Committee (CFEC) - gegründet unter Initiative der Zentralbank PBoC - forderte die Banken auf, den spekulativen Devisenhandel einzuschränken. Der Devisenausschuss ermutigte die Kreditgeber, beim Devisenhandel für sich selbst und für Kunden risikoneutral zu handeln, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet. Den Banken wurde geraten, ihren Eigenhandel besser zu kontrollieren und das Risikomanagement zu verbessern.

Der Schritt könnte das jüngste Anzeichen dafür sein, dass Peking mit der raschen Aufwertung des Yuan unzufrieden ist. Die Währung ist in diesem Jahr unter den Schwellenländern am stärksten gestiegen, und profitiert dabei von robusten Exporten und ausländischen Investitionen in Onshore-Anleihen. Im Vergleich zu einem Korb von Handelspartnern stieg der Yuan letzte Woche auf den höchsten Stand seit 2015.

Die CFEC schlägt den Banken vor, interne Überprüfungen durchzuführen, wenn die Handelsvolumina an den Eigenhandelsschaltern erheblich von der Norm abweichen, berichtet Bloomberg weiter. Ein Eigenhandel, der 50 Prozent über dem Niveau des Vorjahresquartals liege oder mehr als das 15-fache der im Kundenauftrag getätigten Transaktionen ausmache, könnte als anormal betrachtet werden, hieß es. Die Banken müssen ihre Feststellungen dem CFEC mitteilen.

Der Vorschlag richtet sich an mehr als 50 chinesische und ausländische Banken, die auf dem Festland tätig sind, und deckt über 90 Prozent des Devisenmarktes des Landes ab. Auswirkungen auf die Liquidität des Devisenmarktes werden dennoch nicht befürchtet.

Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Standards für die Devisengeschäfte der Banken zu verschärfen, insbesondere für die Eigenhandelsabteilungen, die dazu neigen, spekulative Wetten auf einseitige Währungsbewegungen abzuschließen.

Die chinesische Zentralbank People's Bank of China selbst hat letzte Woche Finanzinstitute und Unternehmen aufgefordert, das Management von Wechselkursrisiken zu verstärken und von einseitigen Wetten auf den Yuan abzusehen. Die Volatilität des Währungskurses könnte in Zukunft zunehmen, da die Notenbanken in Übersee damit begännen, ihre Geldpolitik zu normalisieren, verlautete die PBoC am Freitag. China solle die marktorientierte Wechselkursreform vertiefen, wozu auch eine Flexibilisierung des Yuan-Kurses gehöre, bekräftigte die PBoC in ihrem Bericht zur Geldpolitik im dritten Quartal.

„In einer Zeit, in der sich das Wachstum verlangsamt und die Exporte wahrscheinlich zurückgehen werden, dürfte die Stärke des Yuan zunehmend Anlass zur Sorge geben", sagte Mitul Kotecha, Chefstratege für Schwellenländer in Asien und Europa bei TD Securities in Singapur, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Dies sei ein weiterer Schritt zur Begrenzung des spekulativen Drucks auf den Yuan nach den schwächeren Fixings und den wahrscheinlich anhaltenden Währungsinterventionen.

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Über den Experten

Bernd Lammert
Bernd Lammert
Finanzredakteur

Bernd Lammert arbeitet als Redakteur seit 2010 bei der BörseGo AG. Er ist studierter Wirtschafts- und Medienjurist sowie ausgebildeter Journalist. Das Volontariat absolvierte er noch beim Radio, beruflich fand er dann aber schnell den Weg in andere Medien und arbeitete u. a. beim Börsen-TV in Kulmbach und Frankfurt sowie als Printredakteur bei der Financial Times Deutschland in Berlin. In seinen täglichen Online-Berichten bietet er Nachrichten und Informationen rund um die Finanzmärkte. Darüber hinaus analysiert er wirtschaftsrelevante Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte für eine Finanzagentur. Grundsätzlich ist Bernd Lammert der Ansicht, dass aktuelle Kenntnisse über die Märkte sowie deren immanente Risiken einem keine Erfolge schlechthin garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen können.

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