ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
EZB lässt Leitzins bei 2,00 Prozent
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Geldpolitik wie erwartet nicht weiter gelockert. Wie sie am Nachmittag mitteilte, bleibt der Bankeinlagensatz bei 2,00 Prozent. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten diese Entscheidung ungeachtet des kräftigen Ölpreisanstiegs im Zuge des Iran-Krieges erwartet. Die EZB hatte ihren Leitzins zwischen Juni 2024 und Juni 2025 acht Mal gesenkt, ihn seither aber unverändert gelassen. "Der EZB-Rat ist entschlossen sicherzustellen, dass sich die Inflation mittelfristig auf dem Zielwert von 2 Prozent stabilisiert. Der Krieg im Nahen Osten hat die Aussichten deutlich unsicherer gemacht. Dies birgt Aufwärtsrisiken für die Inflation und Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum", heißt es in dem Statement.
Lagarde: EZB startet 2026 von besserer Position als 2022
EZB-Präsidentin Christine Lagarde sieht die Europäische Zentralbank (EZB) in der aktuellen Periode hoher Ölpreise in einer besseren Startposition als 2022 zu Beginn des Ukraine-Kriegs. In ihrer Pressekonferenz nach der jüngsten EZB-Ratssitzung verwies sie auf eine Konstellation, die sie "drei mal zwei" nannte: "Die Inflation liegt bei 2 Prozent, die Inflationserwartung ist 2 Prozent und der Leitzins liegt bei 2 Prozent", sagte sie. Zudem achte die EZB heute stärker auf Risiken als damals.
Lagarde: Inflationsrisiken aufwärts gerichtet - vor allem kurzfristig
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) ist nach den Worten von EZB-Präsidentin Christine Lagarde der Ansicht, dass die Inflationsrisiken im Euroraum aufwärts gerichtet sind - "vor allem kurzfristig", wie Lagarde in der Pressekonferenz nach der Ratssitzung sagte. Dagegen seien die Wachstumsriisken - vor allem kurzfristg - abwärts gerichtet.
US-Behörden schlagen gelockerte Kapitalregeln für Großbanken vor
Die größten Banken der USA dürfen gemäß einem neuen Vorschlag künftig Milliarden von Dollar weniger an Kapital in ihren Büchern halten. Beamten zufolge werde diese Änderung die Fähigkeit der Institute zur Kreditvergabe erhöhen. Zudem könnten sie so besser mit Private-Credit-Firmen und anderen Wettbewerbern konkurrieren.
Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe wider Erwarten gesunken
Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 14. März wider Erwarten abgenommen. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 8.000 auf 205.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 215.000 vorhergesagt.
Philly-Fed-Index steigt im März wider Erwarten
Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich im März leicht aufgehellt. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia stieg auf plus 18,1 Punkte von plus 16,3 im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen einen Rückgang auf plus 8,4 erwartet.
Iran erwägt Besteuerung von Schiffen in der Straße von Hormus
Ein Vorschlag zur Erhebung von Zoll und Steuern für Schiffe, die die Straße von Hormus nutzen, ist dem iranischen Parlament vorgelegt worden. Dies sagte der Abgeordnete Mohammad Mokhber dem staatlichen iranischen Rundfunk. Er fügte hinzu, dass Länder, die den lebenswichtigen Wasserweg als "eine sichere Route für ihre Schifffahrt, den Energietransit und die Ernährungssicherheit" nutzen wollten, dafür bezahlen müssten.
USA erwägen Aufhebung von Sanktionen gegen iranisches Öl
US-Finanzminister Scott Bessent hat angekündigt, dass die USA in den kommenden Tagen die Sanktionen für iranisches Öl aufheben könnten, welches sich bereits auf See befindet. Ziel sei es, den Druck durch die steigenden Preise während des Krieges im Nahen Osten zu lindern. Durch diesen Schritt würden etwa 140 Millionen Barrel Öl freigegeben, sagte Bessent in einem Interview mit Fox Business.
Hegseth: "Kein Zeitplan" für Ende von Operation Epic Fury
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth will sich nicht auf einen Endpunkt der Iran-Operation festlegen lassen, sagt aber, die USA seien auf Kurs, ihre Ziele zu erreichen. "Dies ist eine klare Zielsetzung. Der Präsident hat uns alle Fähigkeiten gegeben, die wir brauchen, um das zu erreichen, und wir haben die Besten der Welt in Uniform, die das vor Ort umsetzen", sagte er. "Es wird letztlich die Entscheidung des Präsidenten sein, wann wir sagen: 'Hey, wir haben im Namen des amerikanischen Volkes das erreicht, was wir zur Gewährleistung unserer Sicherheit brauchen'", sagte Hegseth. "Es ist also kein Zeitplan dafür festgelegt, aber wir sind sehr gut auf Kurs."
Pentagon will beim Kongress Geld für Iran-Krieg beantragen
Das Pentagon wird den Kongress um die Genehmigung von Mitteln für den Krieg im Iran bitten. Die genaue Höhe werde jedoch noch ermittelt, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth. "Offensichtlich kostet es Geld, böse Jungs zu töten", sagte Hegseth während eines Briefings im Pentagon. Hegseth wurde gezielt auf einen Bericht der Washington Post angesprochen, wonach das Pentagon 200 Milliarden US-Dollar für den Krieg beantragen will. "Was die 200 Milliarden Dollar angeht, denke ich, dass sich diese Zahl bewegen könnte", sagte er.
+++ Konjunkturdaten +++
US/Index der Frühindikatoren Jan -0,1% gegen Vormonat
US/Index der nachlaufenden Indikatoren Jan +0,3% gg Vm
US/Index der gleichlaufenden Indikatoren Jan +0,3% gegen Vormonat
US/Neubauverkäufe Dez bestätigt mit 745.000
US/Neubauverkäufe Jan Bestand 9,7 Monate
US/Neubauverkäufe Jan -17,6% auf 587.000 (PROG: 719.000)
US/Neubauverkäufe Dez revidiert auf 712.000 (vorl: 745.000)
US/Neubauverkäufe Jan Bestand 9,7 Monate
DJG/DJN/apo/cbr
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