Morning-Flash: KOSPI bricht ein – Chinas Luxussteuer trifft Autobauer
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Der Wochenstart fällt an den Märkten zweigeteilt aus: Während die US-Futures nahezu auf der Stelle treten, belastet ein schwerer Halbleiter-Ausverkauf in Südkorea die Stimmung in Asien. In Europa geraten deutsche Premiumhersteller durch Chinas neue Luxussteuerschwelle unter Druck.
Aktuelles Marktgeschehen
Der DAX-Future notiert vorbörslich bei 24.778 Punkten und gibt um 0,21 % nach, was auf einen leicht schwächeren Start für den deutschen Markt hindeutet. Die US-Futures zeigen sich derweil weitgehend stabil: Der S&P-500-Future hält bei 7.458 Punkten und verändert sich kaum (+0,01 %), der Nasdaq-100-Future legt mit +0,16 % auf 28.638 Punkte leicht zu, während der Dow-Jones-Future mit -0,07 % auf 52.108 Punkte minimal nachgibt. Die Divergenz zwischen dem schwächeren DAX-Future und den stabilen US-Pendants spiegelt die europaspezifischen Belastungen durch die chinesische Luxussteuer-Thematik wider. Bei den Rohstoffen sticht Brent-Öl mit einem Plus von 2,80 % auf 90,57 USD heraus, begünstigt durch geopolitische Spannungen rund um mögliche US-Militäroperationen im Nahen Osten. Gold gibt leicht nach auf 4.012,5 USD (-0,16 %), und Bitcoin handelt bei 64.118,87 USD (-0,87 %).
Vorbörsliche Tops & Flops
| Wert | Vorbörslich |
|---|---|
| VERBIO Vereinigt.BioEnergie | +1,68 % |
| Salzgitter | +1,26 % |
| Chevron | +1,09 % |
| Merck & Co. | -2,50 % |
| The Home Depot | -2,08 % |
| McDonald's | -2,05 % |
Ausblick
Im Tagesverlauf richten sich die Blicke auf die kanadischen Inflationsdaten für Juni, darunter die Jahresrate (Erwartung: 3,0 %) sowie der monatliche CPI (Erwartung: -0,2 % MoM). Bei den Quartalszahlen berichtet Domino's (DPZ) vorbörslich, nachbörslich folgen Steel Dynamics (STLD) und die W. R. Berkley Corporation (WRB).
Die wichtigsten Konjunkturtermine und Quartalszahlen des Handelstags im Überblick.
Europa
Das dominierende Thema am europäischen Markt ist Chinas gesenkte Luxussteuerschwelle auf 900.000 Yuan, die deutschen Premiumherstellern im ersten Halbjahr 2026 erhebliche Auslieferungseinbußen beschert hat. Porsche verzeichnet einen Rückgang der China-Auslieferungen um 32 %, Mercedes um 28 %, BMW um 20 % und Audi um 19 %. Der strukturelle Gegenwind aus dem wichtigen chinesischen Absatzmarkt dürfte alle vier Werte zum Wochenbeginn belasten.
Ryanair enttäuscht im ersten Quartal 2026 mit einem Umsatz von 4,38 Mrd. EUR und einem Nachsteuergewinn von 538 Mio. EUR, beide unter den Analystenschätzungen, auch wenn der Billigflieger mit 61,3 Mio. beförderten Passagieren ein Wachstum von 5,9 % vorweist und seine Jahresprognose von 216 Mio. Passagieren bestätigt. Gegen den negativen Grundton setzt Salzgitter (Aktuelle Analyse) ein deutliches Ausrufezeichen: Der Stahlkonzern hebt nach starken vorläufigen H1-Zahlen, bei denen das EBITDA VX auf 459 Mio. EUR nach zuvor 117 Mio. EUR sprang, seine Jahresprognose für Umsatz, EBITDA VX und EBT VX deutlich an.
Asien
Schlusslicht in Asien ist der südkoreanische KOSPI, der um 4,48 % einbricht. Als Treiber wirkt ein breiter Halbleiter-Ausverkauf, der sich mit eskalierenden Gewerkschaftsstreiks bei Hyundai Motor und Sorgen um die Energieversorgung der Chipindustrie verbindet. Samsung Electronics bewegt sich in diesem Umfeld gegen den Trend: Der Konzern beschleunigt Milliarden-Dollar-Ausrüstungsbestellungen, um die stark steigende KI-Speichernachfrage zu bedienen. Tokio bleibt heute feiertagsbedingt geschlossen, da Japan den „Tag des Meeres" begeht.
Freundlicher zeigt sich Hongkong, wo der Hang Seng Index um 1,73 % zulegt. Chinas Regulatoren stützen den Markt mit Aktienkäufen staatlicher Fonds und einer geplanten Koordinierungssitzung der Börsenaufsicht mit Marktteilnehmern. Citigroup hat China in diesem Kontext auf „Übergewicht" hochgestuft. Der chinesische SSE Composite gewinnt 0,60 %. Die übrigen Märkte der Region zeigen sich überwiegend ruhig: Der australische S&P/ASX 200 legt marginal um 0,11 % zu, der TSEC in Taiwan gibt 0,36 % nach, Singapurs STI tritt mit -0,03 % auf der Stelle, und der indische S&P BSE Sensex verliert 0,59 %.
USA
An der Wall Street rückt TSMC (TSM) in den Fokus, nachdem der Finanzchef des Halbleiterriesen eine starke mehrjährige KI-Chip-Nachfrage bestätigt und eine mögliche Anleihenemission zur Finanzierung weiterer Investitionen nicht ausgeschlossen hat. Auf dem US-Immobilienmarkt häufen sich Warnsignale: Laut Redfin bieten inzwischen 46 % der Hausverkäufer Käufern Zugeständnisse an, ein Allzeithoch, das strukturelle Nachfrageschwäche signalisiert. Zudem fallen Neubaupreise erstmals unter die Wiederverkaufspreise. Geopolitisch hält die Trump-Administration die Märkte im Blick: Die USA entsenden zusätzliche Tankflugzeuge nach Israel im Vorfeld möglicher Militäroperationen gegen den Iran, was den deutlichen Anstieg beim Ölpreis stützt.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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