Analyse
07:20 Uhr, 20.07.2026

SALZGITTER - Prognose nach starkem Halbjahr hoch

Salzgitter hebt nach vorläufigen Zahlen die Jahresprognose an. Vor allem das EBITDA legte im ersten Halbjahr deutlich zu. Für die Aktie rückt damit der Ausblick stärker in den Mittelpunkt.

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Salzgitter hat am Freitag nach Börsenschluss vorläufige Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt und zugleich die Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Der Außenumsatz lag bei 4,6 Mrd. EUR nach 4,7 Mrd. EUR im Vorjahreszeitraum. Das EBITDA VX sprang auf 459 Mio. EUR, nach 117 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2025. Das EBT VX verbesserte sich auf 258 Mio. EUR, nach minus 84 Mio. EUR im Vorjahr.

Zum Ergebnis trug die at-equity bilanzierte Beteiligung an Aurubis mit 193 Mio. EUR bei, nach 72 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Laut Unternehmen erzielten vor allem die Geschäftsbereiche Stahlerzeugung und Handel, aber auch Technologie, erhebliche Ergebnisverbesserungen.


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Salzgitter verwendet seit dem Geschäftsjahr 2026 bereinigte Steuerungskennzahlen. Das Kürzel VX steht für "Valuation Exchangeable". Gemeint sind Bewertungseffekte im Zusammenhang mit der im Oktober 2025 platzierten Umtauschanleihe, die zu teils deutlichen, nicht operativ bedingten Ergebnisschwankungen führen können. Das EBITDA VX zeigt das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, bereinigt um diese Effekte. Das EBT VX bildet das Ergebnis vor Steuern ab, ebenfalls ohne die Bewertungsschwankungen der Umtauschanleihe. Damit will der Konzern die operative Entwicklung des laufenden Geschäfts klarer abbilden.

Jahresprognose wird angehoben

Für 2026 erwartet der Konzern nun einen Umsatz von rund 10,0 Mrd. EUR, bisher waren rund 9,5 Mrd. EUR in Aussicht gestellt worden. Das EBITDA VX soll nun zwischen 725 und 825 Mio. EUR liegen, zuvor hatte Salzgitter 625 bis 725 Mio. EUR avisiert. Beim EBT VX rechnet das Unternehmen jetzt mit 325 bis 425 Mio. EUR, nach zuvor 200 bis 300 Mio. EUR.

Die Rendite auf das eingesetzte Kapital VX, also der ROCE VX, soll leicht über dem Vorjahresniveau liegen. Daran hält Salzgitter fest.

HKM-Effekt ist bereits eingerechnet

In der neuen Prognose sind laut Unternehmen auch Effekte aus der Konsolidierungskreisveränderung nach dem Abschluss des Erwerbs der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH enthalten. Vorbehaltlich einmaliger Ergebniseffekte aus der Kaufpreisallokation dürfte die vollständige Konsolidierung der HKM 2026 einen zusätzlichen Ergebnisbeitrag im mittleren zweistelligen Millionen-EUR-Betrag zum EBITDA VX und EBT VX liefern. Beim Außenumsatz wird ein zusätzlicher mittlerer dreistelliger Millionen-EUR-Betrag erwartet.

Erst vor einigen Tagen hatte sich JPMorgan sehr bullisch zur Salzgitter-Aktie geäußert.

Fazit: Die durchschnittliche Umsatzschätzung der Analysten liegt bei 9,38 Mrd. EUR. Dort werden die Schätzungen also nach oben gehen. Beim EBITDA und EBT dürften die Anpassungen aber kleiner ausfallen, hier lag der Konsens bereits im Bereich der Mittelwerte der ausgegebenen Zielspannen. Die Bewertung der Salzgitter-Aktie ist selbst für einen Stahltitel weiter attraktiv, oberhalb des EMA50 Woche bleibt auch das Chartbild freundlich.

Jahr 2025 2026e* 2027e*
Umsatz in Mrd. EUR 8,98 9,38 10,04
Ergebnis je Aktie in EUR -1,13 5,00 7,50
Gewinnwachstum - 50,00%
KGV - 11 7
KUV 0,3 0,3 0,3
PEG neg. 0,15
Dividende je Aktie in EUR 0,20 0,24 0,32
Dividendenrendite 0,36% 0,44% 0,58%
*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten
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