Midday-Flash: Zahlenflut stützt DAX
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Gleichzeitig fällt der Ölpreis deutlich, weil Hoffnungen auf US-iranische Verhandlungen die Risikoprämie abbauen. Die US-Futures deuten dagegen eine schwächere Eröffnung an, vor allem im Technologiebereich.
Marktbericht
Der DAX notiert zur Mittagszeit bei 25.504 Punkten und liegt damit 0,12 % im Plus. Getragen wird der Index von einer breiten Zahlenlage: Starke Quartalsberichte aus dem Konsumbereich um Unilever und von Mercedes-Benz sowie überzeugende Ergebnisse der IT-Dienstleister Bechtle und Nemetschek stützen den Markt, während aus dem Finanzsektor gemischte Signale kommen.
Für die Wall Street deuten die Terminkontrakte eine schwächere Eröffnung an. Der S&P-500-Future steht bei 7.404,43 Punkten und verliert 0,12 %, nach einem Kassa-Schlussstand von 7.413,18 Punkten am Vortag. Deutlicher fällt der Abschlag beim Nasdaq-100-Future aus, der mit 27.799,43 Punkten 0,86 % unter dem Vortagesniveau liegt; der Kassa-Index hatte bei 28.039,21 Punkten geschlossen. Die Technologiewerte bleiben damit klar hinter dem breiten Markt zurück.
Bitcoin gibt um 0,64 % auf 63.297,91 USD nach und fällt damit auf den tiefsten Stand seit Mitte Juli. Belastend wirken Befürchtungen höherer US-Zinsen vor der möglichen Fed-Erhöhung um 25 Basispunkte am Mittwoch, zudem fließen größere Bitcoin-Bestände an die Börsen ab. Auch der Rückgang des Stablecoin-Marktes um 7,7 Mrd. USD im Juni, der größte Monatsrückgang seit dem Terra-Luna-Kollaps im Mai 2022, verweist auf eine breitere Risikoreduzierung im Krypto-Sektor.
EUR/USD notiert bei 1,14 und damit 0,11 % leichter. Gold verliert 1,12 % auf 4.031,3 USD. Am auffälligsten bewegt sich Brent: Der Ölpreis fällt um 5,21 % auf 83,76 USD, weil die Hoffnung auf Verhandlungen zwischen den USA und Iran den geopolitischen Risikoaufschlag abbaut. Das dämpft die Inflationserwartungen und stützt deutsche Staatsanleihen. In Italien senkt die Regierung die Dieselsteuer befristet bis zum 6. August um 17 Cent je Liter.
Top-Mover
| Wert | Aktuell |
|---|---|
| Bechtle | +11,27 % |
| K+S Aktiengesellschaft | +5,24 % |
| Rheinmetall | +4,53 % |
| Siltronic | -6,11 % |
| SMA Solar Technology | -5,11 % |
| AIXTRON | -5,01 % |
Aktien-News
Im Mittelpunkt steht Mercedes-Benz (Aktuelle Analyse): Der Konzern senkt wegen der Schwäche in China die Umsatzprognose für 2026, bestätigt aber das Margenziel im Pkw-Geschäft und kündigt zusätzliche Aktienrückkäufe über 1 Mrd. EUR an. Die Aktie legt laut Lang & Schwarz um 3,6 % zu, der Rückenwind reicht in den gesamten Sektor: BMW, Volkswagen und Porsche ziehen mit an. Bei BMW kommt hinzu, dass die neue Klasse iX3 in Debrecen mit 50.000 produzierten Einheiten und 100.000 Aufträgen im Plan liegt.
Die zweite Säule des Tages sind Software und IT-Dienste. Bechtle (Aktuelle Analyse) hebt die Jahresprognose deutlich an: Das Geschäftsvolumen soll nun um mehr als 10 % statt 5 bis 10 % wachsen. Im zweiten Quartal steigt der Umsatz um über 16 % auf 1,73 Mrd. EUR, das EBT um mehr als 20 % auf rund 80 Mio. EUR und übertrifft damit die Analystenerwartungen klar. Die Aktie gewinnt 11,3 %.
Nemetschek bestätigt das organische Wachstumsziel von 14 bis 15 % und beziffert den Umsatzbeitrag der HCSS-Übernahme auf rund sechs Prozentpunkte, während Akquisitionskosten die EBITDA-Marge um etwa 150 Basispunkte belasten.
Aus Europa liefert Safran (Aktuelle Analyse) die stärkste Prognoseanhebung: Getragen vom Turbinen- und Ersatzteilgeschäft steigt der Ausblick für den operativen Gewinn auf 6,4 bis 6,5 Mrd. EUR, der Halbjahresumsatz wächst um 19 % auf 17,6 Mrd. EUR bei einer Rekordmarge von 18,4 %. Unilever übertrifft mit 13,05 Mrd. EUR Umsatz die Schätzungen und erreicht ein zugrunde liegendes Volumenwachstum von 5,5 % gegenüber erwarteten 2,29 %, der Ausblick steigt auf 4 bis 6 % organisches Wachstum. Orange übertrifft mit einem EBITDAAL von 3,53 Mrd. EUR und 10,85 Mrd. EUR Umsatz ebenfalls die Erwartungen und hebt das Ziel für den organischen freien Cashflow auf rund 4,3 Mrd. EUR an.
Anders die Lage bei den Banken: Barclays weist zwar eine Eigenkapitalrendite von 14,8 % über dem eigenen Ziel aus, schneidet im Investment Banking aber schwächer ab als die US-Wettbewerber, die Aktie fiel im frühen Handel deutlich. Unter den Nebenwerten profitiert K+S von der Hochstufung durch Exane BNP von Underperform auf Outperform mit einem von 12 auf 19 EUR erhöhten Kursziel.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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