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18:18 Uhr, 02.10.2026

Evening-Flash: US-Jobdaten dämpfen Zinssorgen – DAX klettert

Schwächere US-Jobdaten nehmen der Fed-Zinssorge den Schrecken: Der DAX legt 1,17 % zu, trotz Eurozone-Inflation von 3,8 %.

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Die schwächer als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten dämpfen die Erwartung weiterer Fed-Zinserhöhungen und stützen Aktien zum Wochenschluss. Der DAX schloss 1,17 % höher bei 25.231,2 Punkten, obwohl die Inflation in der Eurozone mit 3,8 % deutlich über den Erwartungen liegt. An der Wall Street stehen der Kursrückgang bei Nike und das Rekordhoch von Nvidia im Blickpunkt.

Marktbericht

Der DAX schloss am Freitag 1,17 % fester bei 25.231,2 Punkten. Die schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten dämpfen die Erwartung weiterer Zinserhöhungen durch die Fed. Das gibt Aktien Rückenwind, während die überraschend hohe Inflationsrate der Eurozone von 3,8 % belastet.

Auch die US-Indizes legen zu: Der S&P 500 notiert mit 7.724,34 Punkten um 0,76 % über dem Vortagesschluss von 7.666,45 Punkten. Der Nasdaq 100 steigt um 1,18 % auf 30.860,8 Punkte, nach 30.501,56 Punkten am Vortag.

Die gedämpften Zinssorgen stützen auch den Bitcoin, der um 0,42 % auf 85.204,28 USD und damit auf den höchsten Stand seit gut einer Woche steigt. Citigroup hebt ihr 12-Monats-Kursziel wegen anhaltender ETF-Zuflüsse deutlich an. EUR/USD notiert 0,09 % höher bei 1,13, weil die US-Daten den Dollar belasten.

Gold verbilligt sich um 1,05 % auf 4.158 USD, Brent gibt um 1,07 % auf 106,5 USD nach. Der Ölpreisrückgang fällt mit den Plänen der G7 zusammen, strategische Öl- und Dieselreserven freizugeben. Das Preisniveau bleibt allerdings hoch.

Europa

Tops & Flops Europa (L&S)

Wert Tag
Infineon Technologies +8,65 %
AIXTRON +6,51 %
Siltronic +6,23 %
KION GROUP -8,61 %
Auto1 Group -5,14 %
Evotec -4,03 %

Schwache Signale kommen aus der Autobranche. Volvo Cars nimmt wegen der schwierigen Lage in China und den USA seine Jahresziele für Absatz und Barmittelzufluss zurück und erwartet für das dritte Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang. Der weltweite Quartalsabsatz sinkt um 10,7 % auf 141.609 Fahrzeuge. Die Aktie hatte im frühen Handel 4,2 % nachgegeben.

Auto1 gerät nach einem Analystenbriefing unter Druck: Managementaussagen deuten auf ein schwächeres Gebrauchtwagen-Ergebnis im dritten Quartal hin. JPMorgan senkt das Kursziel von 37 auf 34 EUR und die operativen Ergebnisprognosen bis 2028 um bis zu 16 %. Auch für KION nimmt JPMorgan das Kursziel zurück, von 70 auf 60 EUR; die LBBW senkt ihres von 53 auf 51 EUR.

Für Infineon sprechen der KI-Nachfrageausblick von Micron (Aktuelle Analyse) sowie die Einschätzung von Jefferies, wonach steigende Preise und eine Erholung der Autobranche zu erwarten sind. Bei Siltronic (Aktuelle Analyse) wird charttechnisch eine Unterstützungszone verteidigt. Ein nächstes Kaufsignal entstünde oberhalb von 80,80 EUR.

Der enttäuschende Nike-Ausblick strahlt auf die Sportartikelbranche aus. Adidas und Puma bewegen sich jedoch vergleichsweise wenig: RBC, Jefferies und Citigroup räumen beiden Chancen auf Marktanteilsgewinne zulasten des US-Rivalen ein. Metzler und JPMorgan senken allerdings ihre Gewinnprognosen für Adidas bis 2028.

Hensoldt steigt nach einer Kaufempfehlung von Kepler Cheuvreux stärker als andere Rüstungswerte. Analyst Aymeric Poulain erwartet, dass der Sensorikspezialist im dritten Quartal die Ziele übertrifft und die Jahresprognose anhebt.

USA

Tops & Flops USA (L&S)

Wert Tag
Hewlett Packard Enterprise Co. +9,63 %
Teradyne +9,39 %
NetApp +8,90 %
Seagate Technology -10,07 %
Western Digital -8,90 %
NIKE -7,17 %

Nike (Aktuelle Analyse) fällt nach einem enttäuschenden Geschäftsausblick um rund 6 % auf den tiefsten Stand seit September 2013 und kündigt das dritte Restrukturierungsprogramm in drei Jahren samt Stellenstreichungen an. Die Analysten senken ihre Kursziele deutlich: Goldman Sachs geht auf 30 USD, Citi auf 32 USD und JPMorgan auf 33 USD; die DZ Bank stuft von Buy auf Sell ab und halbiert ihr Ziel auf 28 USD.

Dagegen erreicht Nvidia ein Allzeithoch, gestützt von Erwartungen an eine steigende Nachfrage nach KI-Chips und einer Ausweitung des Aktienrückkaufprogramms um 150 Mrd. USD. Morgan Stanley erklärt die Aktie erneut zur Top-Empfehlung. 79 von 82 Analysten raten zum Kauf.

Tesla (Aktuelle Analyse) liefert im dritten Quartal 486.532 Fahrzeuge aus und übertrifft die Schätzungen von rund 461.000 bis 464.000 Einheiten, obwohl das Volumen rund 2 % unter dem Vorjahr liegt. Ford verkauft in den USA mit 509.764 Fahrzeugen 6,6 % weniger als im Vorjahresquartal; der E-Auto-Absatz bricht um 80,2 % ein. Die F-Series-Produktion wächst dagegen um 4,5 %. Ford bestätigt zudem die Jahresprognose für das bereinigte EBIT von 10,0 bis 11,0 Mrd. USD.

Im Festplattenmarkt kündigt Toshiba eine umfangreiche Kapazitätserweiterung an. Das erhöht den Wettbewerbs- und Preisdruck für Seagate und Western Digital.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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