Analyse
15:28 Uhr, 06.10.2026

15 Aktien, die 2026 abgestürzt sind und die ich heute trotzdem kaufen würde

Der Markt jagt Momentum. Ich schaue mir lieber an, was er gerade wegwirft. Dabei sind einige der besten Geschäftsmodelle der Welt so günstig zu haben wie seit Jahren nicht mehr.

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: US5801351017Kopiert
    Kursstand: 233,040 $ (NYSE) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • McDonald's Corp. - WKN: 856958 - ISIN: US5801351017 - Kurs: 233,040 $ (NYSE)

2026 ist ein Jahr der Extreme. Auf der einen Seite stehen meine 2026er-Top-Picks wie Lumentum, Teradyne, Marvell, CrowdStrike oder Rubrik, die von Hoch zu Hoch laufen. Auf der anderen Seite gibt es Qualitätsunternehmen, die 20, 30 oder sogar 65 % verloren haben. Oft lag das nicht an schwachen Zahlen, sondern an einem Narrativ. Ich habe mir die größten Verlierer des Jahres genau angesehen und 15 Aktien gefunden, die ich Stand heute kaufen würde.

Wichtig: Hier geht es ums Investieren, nicht ums Traden. Ich spreche über einen Horizont von mehreren Jahren. Fallende Messer sind kein Setup.

Drei Beispiele aus der Liste

FICO (rund -65 % seit Jahresbeginn). Ende September hatte die Aktie mit -26,5 % ihren schlechtesten Handelstag seit 1989. Das Forward-KGV ist von rund 45 auf etwa 12 gefallen, der Markt preist also praktisch das Ende des Burggrabens ein. FICO ist aber seit Jahrzehnten der Standard bei der Kreditprüfung, und Banken tauschen ihre Risikomodelle nicht im Quartalsrhythmus aus. Das politische Risiko ist allerdings real. Mehr hier: FAIR ISAAC (FICO) bricht erneut ein! 550 USD aus 2021 stehen auf dem Programm!

Booking (rund -26 %). Meta stellt einen KI-Agenten vor, der Reisen bucht, und die Aktie verliert innerhalb eines Monats rund ein Viertel ihres Werts. Dabei liegt die EBITDA-Marge bei 36 % und der Free Cashflow wächst um 16 %. Ein KI-Agent braucht Inventar, Preise und eine Stornoabwicklung, und genau diese Infrastruktur hat Booking. Ich sehe darin eher einen neuen Vertriebskanal als einen Ersatz.

McDonald's (rund -24 %). So viele Verlustwochen in Folge gab es zuletzt nach der Dotcom-Blase. Die vergleichbaren Umsätze in den USA stagnieren, Kunden mit niedrigem Einkommen sparen, und bei den Spar-Menüs tobt ein Preiskrieg. Ich habe trotzdem gekauft, und zwar zu rund 231 USD im Langfristdepot.

Warum plötzlich McDonald’s?

Einige von euch werden sich jetzt wundern, denn ich habe erst vor Kurzem erklärt, warum ich klassische defensive Einzelaktien normalerweise nicht brauche.

👉 Warum ich auf defensive Einzelaktien verzichte und mein Langfristdepot trotzdem ruhig schläft

Das ist kein Widerspruch, es liegt an der Depotstruktur. In meinem privaten Depot übernehmen ETFs einen großen Teil der defensiven Rolle. Die konkreten ETFs habe ich im AktienPuls360 geteilt. Da bringt eine zusätzliche defensive Einzelaktie wenig.

Im Langfristdepot des AktienPuls360 halte ich dagegen bewusst keine ETFs, denn die Community will Outperformance und kein Index-Hugging. Das bekommt sie auch! Im langfristigen Depot sind es 128 % vs. 99 % beim Nasdaq seit Oktober 2023. Im kurzfristigen Depot sind es 57 % vs. 30 % im Nasdaq 100 seit März 2026.

Die Diversifikation muss dort also über Aktien laufen, die wenig mit dem Rest des Depots korrelieren. Genau so einen Wert braucht mein techlastiges Langfristdepot, und McDonald's diversifiziert es ergebliuch. Die Aktie muss deshalb nicht gegen einen ETF antreten, der die defensive Rolle schon übernimmt.

Auch fundamental passt der Preis. Das Forward-KGV liegt bei rund 17,5, und das für eines der besten Franchise- und Immobilienmodelle der Welt. Die Umsätze über das Loyalty-Programm wachsen um 20 %, und der Gewinn je Aktie steigt trotz der Schwäche. Und trotzdem gilt: Ich habe McDonald's nicht geheiratet. Im Q3 soll es nochmal schwieriger werden bei denn vergleichbaren Umsätze in den USA.

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  • die Gründe für den Absturz und warum ich sie für übertrieben halte (oder auch nicht)
  • die fundamentalen Kennzahlen im Vergleich zur eigenen Historie
  • konkrete Kursmarken, ab denen der Wert für mich interessant wird
  • welche Werte ich selbst halte, im Lang- oder im Kurzfristdepot.

Die besten Gelegenheiten entstehen selten dort, wo alle hinschauen. Sie entstehen dort, wo ein gutes Geschäftsmodell auf ein schlechtes Narrativ trifft. Genau diese Stellen suche ich im AktienPuls360 zusammen mit Rocco Gräfe: Ich liefere das fundamentale Was, Rocco das charttechnische Wann.

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Viel Erfolg wünscht Dir Valentin

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